Sollte dir der Grund der Kontrolle nicht eindeutig bekannt sein, dann verzichte darauf, Vermutungen oder weitere Erklärungen abzugeben. Lass dir erklären, worum es genau geht. Auch informative Fragen, wie zum Beispiel, wo du gerade herkommst, musst du nicht beantworten. Personalien, Fahrzeugpapiere oder Führerschein müssen dagegen angegeben, beziehungsweise ausgehändigt werden.
Welche Rechte hast du bei einer Verkehrskontrolle?
Während einer Polizeikontrolle hast du selbstverständlich auch Rechte. Es gibt ganz klare Vorgaben, was ein Polizist darf und was nicht. So dürfen etwa das Innere des Fahrzeugs oder dein Körper nur dann durchsucht werden, wenn ein ganz konkreter Tatverdacht oder eine richterliche Anordnung vorliegt. Das gilt auch für Drogen- und Alkoholtests.
Du bist nie verpflichtet, dich selbst zu belasten, du hast das Recht, zu allen Vorwürfen zu schweigen, gerade dann, wenn die Situation unklar ist. Wenn du in eine komplexe Situation gerätst, kannst du auch auf einen rechtlichen Beistand bestehen, bevor du weitere Aussagen triffst. Solltest du das Gefühl haben, dass die Polizisten ihre Befugnisse überschreiten, kannst du klar und deutlich deine Rechte einfordern.
Dokumentiere die Situation, schriftlich oder per Tonaufnahme, wenn das rechtlich erlaubt ist. Du kannst die Beamten fragen, ob sie mit einer Tonaufnahme einverstanden sind, ansonsten ist das Ganze nur in Ausnahmefällen zum Selbstschutz erlaubt. Das ist der Fall, wenn du überzeugt bist, dass deine Rechte massiv verletzt werden. Ohne Zustimmung der beteiligten Personen oder ohne triftigen Grund machst du dich aber strafbar, wenn du die Polizisten aufnimmst. Das Ganze kann mit einem Bußgeld geahndet werden und ist als Beweismittel vor Gericht eventuell unzulässig. In kritischen Fällen kannst du auch auf eine Videoaufnahme ohne Ton ausweichen, um dein eigenes Verhalten zu dokumentieren.
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