Die SPD-Kreistagsfraktion beantragt laut einer Pressemitteilung die zeitnahe Beschaffung von Kohlendioxid-Messgeräten und Luftreinigungsgeräten für die Klassenzimmer in kreiseigenen Schulen. Sie begründet dies mit den hohen Anforderungen an die Schulen während der Corona-Pandemie, in der Präsenzunterrichtun mit strengen Lüftungsregeln gerade auch in der kalten Jahreszeit verknüpft ist.

Die Innenraumlufthygiene-Kommission am Umweltbundesamt hat laut der SPD-Fraktion deutlich gemacht, dass das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in Innenräumen nur dann ausreichend wirksam sei, wenn gleichzeitig für einen angemessenen Luftaustausch über Fensterlüftung und entsprechende Lüftungstechnik gesorgt wird. Sie verweist auf eine Studie der Frankfurter Goethe-Universität, nach der leistungsfähige Luftreinigungsgeräte die Menge an Aerosolen so stark reduzieren können, dass auch  in einem geschlossenen Raum die Ansteckungsgefahr durch eine hochinfektiöse Person deutlich reduziert würde. Deshalb beantragt die SPD-Fraktion, für die Klassenzimmer der kreiseigenen Schulen zeitnah ein Kohlendioxid-Messgerät zur Verfügung zu stellen und weiterhin eine Prioritätenliste für den Einbau von Luftreinigungsgeräten in den Klassenzimmern zu erstellen.

Fraktionsspitze verweist auf Förderpropgramm

"Wir wollen alles tun, um unsere Schulen zu unterstützen, den Unterricht in dieser schwierigen Zeit so gut wie möglich durchführen zu können und dabei Sicherheit und Gesundheit von Schülern und Lehrern zu schützen", wird Fraktionsvorsitzender Robert Finster zitiert. Seine Stellvertreterin, Margit Hofmann, weist darauf hin, dass der Freistaat gerade ein Förderprogramm für Investitionskosten für technische Maßnahmen zum infektionsgerechten Lüften in Schulen aufgelegt hat. "Unser Landkreis sollte sich um diese Fördermittel bemühen, denn es werden bis zu 3500 Euro pro Klassenzimmer gefördert."

Die SPD-Fraktion betont aber, dass technische Hilfsmittel das Problem nicht lösen, sondern nur erleichtern. "Ganz sicher können sie das Lüften nicht ersetzen", lautet Finsters Fazit der Pressemitteilung zufolge.