Der Stadtrat erteilte dem Spargel- und Erdbeerhof sein Einvernehmen, ein Grundstück hinter dem Gewerbegebiet Ost mit Kanal- und Wasserleitungen erschließen zu lassen.
Im dritten Anlauf ist es endlich geschafft: der Stadtrat erteilte am Donnerstagabend dem Spargel- und Erdbeerhof Prichsenstadt sein Einvernehmen, ein Grundstück hinter dem Gewerbegebiet Ost mit Kanal- und Wasserleitungen erschließen zu lassen. Hintergrund ist eine Erweiterung des Betriebes, für die insbesondere Wasserleitungen gelegt werden müssen.
Zweimal ist Roland Zieracker mit seiner unverbindlichen Anfrage im Rat gescheitert, weil zu viele offene Fragen blieben. Denn der Rat hat auch in absehbarer Zeit nicht geplant, das Gewerbegebiet zu erweitern, so dass die Kostenfrage nicht hatte geklärt werden können. Denn eine Abrechnung über Erschließungsbeiträge, sagte Bürgermeister René Schlehr, „ergibt nur Sinn, wenn die übrigen Gewerbegebiete zeitnah ebenfalls erschlossen und verkauft werden können“. Dafür müsste auch erst ein gültiger Bebauungsplan aufgestellt werden.
Weil es dem Inhaber aber „unter den Nägeln“ brennen würde, tüftelte die Verwaltung eine mögliche Lösung aus. Dafür werden entlang des bestehenden Betriebes quasi um eine große unbebaute Fläche herum gut 400 Meter Kanal- und Wasserleitungen gelegt, die Kosten dafür würde der Inhaber tragen.
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Einvernehmen in Aussicht
Damit hatte er sich auch einverstanden erklärt. Daher stellte der Rat einstimmig sein „Einvernehmen in Aussicht“, was bedeutet, dass ein späterer Bauantrag, sollte er nicht von der Vereinbarung abweichen, auch genehmigt werden dürfte.
Weitere Themen aus dem Rat:
Die unendliche Geschichte „Akustikprobleme in der Grundschule Prichsenstadt“ wird um ein Kapitel erweitert. Unter Verschiedenes berichtete der Bürgermeister den staunenden Räten über den nächsten Schritt. Wie berichtet, hatte vor etwa drei Jahren ein gerichtlich bestellter Gutachter die Ursache dafür finden sollen, warum die neu gebaute Schule hellhörig ist und die Kinder etwa durch Gesangsunterricht im benachbarten Klassenzimmer bei einer Schulaufgabe gestört werden.
Vor kurzem ist die Ursache ermittelt worden: es sind die verbauten Steine. Am 29. Mai werden nun unter Teilnahme von Vertretern der Baufirmen und der Verwaltung an verschiedenen Stellen Steine herausgesägt, die von einer anderen Gutachterin untersucht werden. „Niemand darf wissen, welche Steine an welchen Wänden herausgenommen werden, damit sie nicht manipuliert werden können“, sagte Schlehr, „deshalb müssen wir alle Wände komplett freiräumen“.