Seit Ende Februar steigen die Preise für Benzin und Diesel auf immer neue Höhen. Gleichzeitig nimmt auch der Spritklau zu. Die Polizei gibt Tipps, um sich zu schützen.
Seit dem 28. Februar 2026 sind die Spritpreise in Deutschland stark gestiegen. Grund dafür ist der Iran-Krieg, durch den die Straße von Hormus, eine wichtige Route für den globalen Ölhandel, blockiert wird.
Im Kontext der Preiserhöhung von Diesel und Benzin könnte laut Polizei auch der Anstieg von Treibstoffdiebstählen stehen. Auf Anfrage von inFranken.de bestätigt die Polizei Oberfranken einen Anstieg solcher Delikte in den vergangenen Wochen. "Hintergrund dürften die aktuellen Spritpreise sein", heißt es vonseiten der Beamten. Wir haben nachgefragt, wie sich Bürger am besten schützen können.
Wegen hoher Benzinpreise – mehr Spritdiebstähle in Mittel- und Unterfranken?
Die Polizei Mittelfranken kann auf Anfrage zwar weniger genaue Auskünfte über den Sachverhalt geben, jedoch zeigt sich laut deren Aussage auch unterfrankenweit ein leichter Anstieg der Fälle "Diebstahl aus KfZ" und der entwendeten Sache "Diesel". Dieser Zusammenhang bestehe demnach seit Anfang dieses Jahres mit einer Häufung im März. Laut Aussagen der Polizei Oberfranken sind von solchen Delikten vor allem Sattelauflieger auf Autobahnrastanlagen, aber auch Fahrzeuge auf Baustellen, insbesondere Baustellenmaschinen und -fahrzeuge, könnten zum Ziel der Täter werden.
Doch auch an normalen Fahrzeugen kann Treibstoffdiebstahl begangen werden, wie aus den Tipps der Polizei Mittelfranken hervorgeht. Diese erklärt, dass Täter grundsätzlich einfache Gelegenheiten suchen. Wer sein Fahrzeug offensichtlich sichert und aufmerksam ist, könne dadurch bereits deutlich das Risiko reduzieren, bestohlen zu werden. So könne bereits das Abstellen des eigenen Autos an gut beleuchteten und belebten Orten Täter abschrecken.
Erfahrungen der Polizei Oberfranken zeigen überdies, dass Treibstoffdiebe oftmals mit einem Lkw neben betroffenen Fahrzeugen parken und Diesel mit einer Pumpe aus dem Tank befördern. Um das zu verhindern, wird Lkw-Fahrern geraten, während ihrer Pausen besonders aufmerksam zu sein und sich die Kennzeichen benachbarter Fahrzeuge einzuprägen. Für den Mai ist in Deutschland ein "Tankrabatt" angekündigt.