Menschlicher Schädel nahe A4 gefunden - Gutachten schafft Gewissheit zu Grusel-Fund

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Menschlicher Kopf nahe der A4 gefunden - Mordkommission ermittelt
Kräfte der Polizei sind in einem mit Flatterband abgesperrten Bereich eines Waldes im Einsatz. Bei einer Müllsammelaktion wurde unweit der A4 ein menschlicher Kopf gefunden ...
Menschlicher Kopf gefunden - Mordkommission ermittelt
Berthold Stamm/dpa
Menschlicher Kopf nahe der A4 gefunden - Mordkommission ermittelt
Kräfte der Polizei sind in einem mit Flatterband abgesperrten Bereich eines Waldes im Einsatz. Bei einer Müllsammelaktion wurde unweit der A4 ein menschlicher Kopf gefunden ...
Menschlicher Kopf gefunden - Mordkommission ermittelt
Berthold Stamm/dpa

Nach dem Fund eines menschlichen Schädels im Kreis Olpe steht fest: Er gehört zu einer getöteten 32-Jährigen. Die Ermittler stehen aber noch vor weiteren Fragen.

Update vom 27.04.2026: In Wenden gefundener Schädel gehört zu getöteter 32-Jähriger

Der im Kreis Olpe in einer Plastiktüte gefundene menschliche Schädel gehört zu einer im November getöteten 32-jährigen Frau. Dies habe ein DNA-Gutachten der Universitätsklinik Bonn ergeben, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit.

Der stark verweste Schädel war am 11. April während einer Müllsammelaktion in einem Waldstück bei Wenden gefunden worden. Teilnehmer der Aktion hatten das Leichenteil in einer Tüte an einer Böschung gefunden und die Polizei alarmiert. Der Verwesungsprozess war zu diesem Zeitpunkt bereits weit fortgeschritten.

Auf der Autobahn 45, unweit des Fundortes im Kreis Olpe, waren Mitte November 2025 abgetrennte Frauenhände gefunden worden. Ermittler ordneten die Fingerabdrücke damals der 32-jährigen Frau aus Eritrea zu.

Fall löste Bestürzung aus

Sie hatte zuletzt in einer Flüchtlingsunterkunft in Bonn gelebt. Ihr drei Monate altes Baby war unversehrt vor einem Kloster im hessischen Waldsolms gefunden worden. Der Leichnam der Frau war dann Anfang Dezember in einem Wald bei Monreal (Rheinland-Pfalz) entdeckt worden. Es fehlten die Hände und der Kopf. Wo und wie die Frau getötet wurde, ist weiterhin ungeklärt.

Der Fall hatte Ende 2025 Bestürzung in den drei Bundesländern ausgelöst. Tatverdächtig ist der 41-jährige Lebensgefährte des Opfers. Er sitzt seit gut zwei Monaten wegen des Verdachts auf Totschlag in Deutschland in Untersuchungshaft, nachdem er aus Äthiopien ausgeliefert worden war. Zu den Vorwürfen hat sich der Mann bislang nicht geäußert, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit.

Ursprungsmeldung vom 11.04.2026: Menschlicher Schädel nahe A4 gefunden

Bei einer Müllsammelaktion in Wenden (Kreis Olpe) ist ein menschlicher Schädel gefunden worden. Eine Mordkommission habe die Ermittlungen nach dem Fund nahe der A4 aufgenommen, teilten die Staatsanwaltschaft Siegen und die Polizei Hagen mit. Es werde in alle Richtungen ermittelt.

Demnach werde auch geprüft, ob es sich um den Kopf der 32-jährigen Eritreerin handelt, deren Hände bereits im November auf der A45 bei Olpe und deren Körper kurze Zeit später in einem Waldgebiet in Monreal in Rheinland-Pfalz gefunden worden waren.

Die Ermittlungen dauerten nach dem Fund am Samstagmittag (11. April 2026) zunächst an, weitere Details und Hintergründe wurden nicht bekannt gegeben. Auch zur Auffindesituation des Schädels gab es keine weiteren Details.

Lebensgefährte in U-Haft

Der Fall, zu dem nun unter anderem ein Zusammenhang geprüft wird, hatte Ende 2025 für Bestürzung gesorgt. Nicht weit vom Fundort am Samstag waren Mitte November die abgetrennten Frauenhände auf der Autobahn gefunden worden. Durch die Fingerabdrücke hatten die Ermittler sie der 32-jährigen Frau zuordnen können.

Sie hatte zuletzt in einem Flüchtlingsheim in Bonn gewohnt. Ihr drei Monate altes Baby war unversehrt vor einem Kloster im hessischen Waldsolms gefunden worden. Die Leiche war dann Anfang Dezember in einem Wald in Monreal (Rheinland-Pfalz) entdeckt worden. An dem Leichnam fehlten die Hände - und auch der Kopf.

Seit gut zwei Monaten befindet sich der damals 41 Jahre alte Lebensgefährte des Opfers in Deutschland in Untersuchungshaft. Aufgrund der bisherigen Ermittlungsergebnisse habe sich ein dringender Tatverdacht gegen den Mann ergeben, hatten die Ermittlungsbehörden mitgeteilt, ohne weitere Angaben zu nennen.

Wichtige Frage offen

Laut gemeinsamer Mitteilung von Polizei und Staatsanwaltschaft in Bonn wurde der Mann von Äthiopien ausgeliefert. Zuvor waren Ermittler der Mordkommission und der Staatsanwaltschaft nach Afrika gereist, um den Verdächtigen nach Deutschland zu bringen. Er wurde Anfang Februar einem Haftrichter in Bonn vorgeführt. Dieser schickte ihn wegen des Verdachts auf Totschlag in Untersuchungshaft. Zu den Vorwürfen hatte der Mann sich zunächst nicht geäußert. Unklar blieb bislang, wo die Frau getötet wurde, die am 16. November 2025 ihre Unterkunft in Bonn verlassen hatte.

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