"Offene Gartentür 2026" im Kreis Kitzingen startet am Sonntag - Auftakt Friedhof

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Der Friedhof Wiesenbronn startet die Veranstaltung "Offene Gartentür 2026" im Kreis Kitzingen.

Mit einer besonderen Veranstaltung auf dem Friedhof in Wiesenbronn startet die Reihe "Offene Gartentür 2026" im Landkreis Kitzingen. Am Sonntag, 10. Mai, von 13 bis 17 Uhr lädt die Gemeinde dazu ein, den Friedhof als "letzten Garten" neu zu entdecken – als Ort des Gedenkens, des Innehaltens und der Begegnung. Um 13 Uhr begrüßen Bürgermeisterin Ulrike Paul und Friedhofsbeauftragte Annette Prechtel die ersten Gäste.

Die Gemeinde Wiesenbronn geht seit vielen Jahren innovative Wege, um die Friedhofs- und Bestattungskultur zu pflegen und weiterzuentwickeln. Der Friedhof wurde als sogenannter Arkadenfriedhof mit Predigtkanzel zur Zeit der Reformation, also vor fast 500 Jahren, außerhalb der damaligen Ortsmauern errichtet. Wie viele andere Friedhöfe steht er heute vor der Herausforderung, mit zu großen Erweiterungsflächen und leergefallenen Grabstellen umzugehen. Gleichzeitig hat sich die Bestattungskultur gewandelt: War früher das Familiengrab für Erdbestattungen die Regel, gibt es heute eine Vielzahl unterschiedlicher Grabformen.

Am 10. Mai können Besucherinnen und Besucher beispielhaft erleben, wie eine Gemeinde gemeinsam mit ihren Bürgerinnen und Bürgern mit diesen Veränderungen umgeht.

Im Rahmen von Führungen zur Geschichte des Friedhofs wird die besondere Anlage des Arkadenfriedhofs mit Predigtkanzel vorgestellt. Die Gäste erfahren, wie der Friedhof in der Reformationszeit entstanden ist, wie sich Grabformen und Nutzung im Laufe der Jahrhunderte verändert haben und welche Rolle er heute im Gemeindeleben spielt. Musikalische Begleitung schafft eine Atmosphäre der Ruhe und Besinnung, während fachkundige Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner Fragen zur Baugeschichte, Symbolik, aktuellen Friedhofsentwicklung sowie zum Lebensraum für Wildbienen, Vögel und Fledermäuse beantworten.

Ein Schwerpunkt der Veranstaltung liegt auf der Gestaltung leergefallener Gräber. Diese Flächen werden behutsam und gestalterisch ansprechend sowie pflegeleicht bepflanzt – beispielsweise mit Stauden, Bodendeckern oder insektenfreundlichen Blühpflanzen. Die Pflanzungen dienen zugleich als Beispiele für dauerhaft angelegte, wassersparende Grabbepflanzungen.

Zur Erleichterung der Pflege im Alltag stellt die Gemeinde ein Gießwägelchen zur Verfügung. Zudem gibt es kleine, handliche Gießkannen, die ursprünglich für Kinder bereitgestellt wurden, inzwischen aber auch von Seniorinnen und Senioren gerne genutzt werden. Bürgerinnen und Bürger haben Gießpatenschaften übernommen, und Gartenwerkzeuge stehen zur freien Nutzung bereit.

Ein zentrales Element der Wiesenbronner Friedhofsentwicklung ist die enge Zusammenarbeit zwischen Gemeinde und Ehrenamt. Am Tag der offenen Gartentür wird sichtbar, wie dieses Miteinander funktioniert und wie auf diese Weise eine fürsorgliche und zugleich traditionsbewusste Friedhofs- und Bestattungskultur im ländlichen Raum gepflegt wird.

Ein Faltblatt informiert über die Geschichte des Friedhofs, die Gebührenstruktur sowie Nutzungs- und Verlängerungsmöglichkeiten. Die Gebühren sind niedrig, und die Grabnutzungen flexibel: Eine Verlängerung ist auch für einen Zeitraum von nur fünf Jahren möglich.

Die "Offene Gartentür" ist ein Angebot des Landkreises Kitzingen und des Kreisverbands der Gartenbauvereine, unter Federführung der Kreisfachberaterin für Gartenkultur und Landespflege, Mechthild Engert. Mit der Auftaktveranstaltung in Wiesenbronn soll deutlich werden, dass Friedhöfe nicht nur Orte des Gedenkens, sondern auch gestaltete Gärten, Teil der Ortsgeschichte und Treffpunkte der Gemeinschaft sind.

  • Adresse: Kleinlangheimer Straße 11–13, 97355 Wiesenbronn
  • Parkmöglichkeiten: Neben dem Flachsbrechhaus an der Kleinlangheimer Straße, Ecke Seegartenstraße
  • Weitere Informationen und Termine: www.kitzingen.de/offene-gaerten
  • Ansprechpartnerin: Mechthild Engert, Kreisfachberaterin für Gartenkultur und Landespflege Landratsamt Kitzingen; Telefon: 09321 928 4205, E-Mail: mechthild.engert@kitzingen.de

Bei diesem Text handelt es sich um eine Pressemitteilung. 

Vorschaubild: © Mechthild Engert