Wenig diskutierfreudig zeigten sich die Obernbreiter Gemeinderäte in ihrer Sitzung am Mittwochabend: Weder über die Satzung zum Tourismusverband MainDreieck, noch über die Einführung von Hybridsitzungen des Rates gab es längere Wortmeldungen. Auch ein Anliegerschreiben zum Entfernen einer Treppe in der Sonnenstraße blieb unkommentiert.

Und so waren sich die Räte wohl mit Bürgermeisterin Susanne Knof einig, dass für Hybridsitzungen gelte: "Das Ganze ist extrem aufwändig und kostenintensiv." Man sei auch so ganz gut durch die Pandemie gekommen und Otmar Faber sagte, dass "wir das nicht brauchen". Entsprechend wurde eine nötige Änderung der Geschäftsordnung ohne Gegenstimmen abgelehnt.

Erst mit einer dezentralen Lösung für die Tourismusinformationen in der ILE MainDreieck konnte auch Obernbreit mit ins Boot einer gemeinsamen Vermarktung der zwölf ILE-Gemeinden genommen werden. Denn der Tourismus führt in Obernbreit eher ein Schattendasein und so wollte sich die Gemeinde auch nicht paritätisch an einer Finanzierung beteiligen. Nach einigen Jahren Denkpause konnte nun eine "Vier-Säulen-Lösung", wie es Allianzmanager Bastian Lange bezeichnete, gefunden werden, in der nicht nur die Einwohnerzahl, sondern unter anderem auch die Gästebettenzahl eine Rolle spielt. "Wir sind alle froh, dass wir auf der Zielgeraden sind", sagte die Bürgermeisterin, "und mit dem Beschluss die Ziellinie auch erreicht haben." Und mit der einstimmigen Verabschiedung denn auch wohl überschritten.

Treppe in der Sonnenstraße wird entfernt

Auch wenn einige Anlieger sie wohl gerne weiter erhalten hätten, die Räte blieben bei ihrem Beschluss, die Treppe in der Sonnenstraße nicht zu sanieren, sondern zu entfernen.

Lange hatten die Räte noch in der alten Legislatur über die Sanierung von Straße und Parkplätzen in der Winterseite diskutiert und sich Pläne erstellen lassen. Jetzt hat die Arbeitsgruppe Innenentwicklung nochmals darüber geredet und festgestellt: Die Straße im Bereich Löther soll saniert werden, die Parkplätze können aber für wenig Geld mit Schotter auch weiter nutzbar gemacht werden, eine aufwändige Pflasterung ist nicht nötig. Die Räte stimmten zu.

Die Akustik im Bürgersaal könnte besser sein, hier empfiehlt die Arbeitsgruppe, Angebote für Absorbermaterial einzuholen.

Kindergarten übergangsweise in Containern

Da es sich nur um die Übergangszeit zur Sanierung des Kindergartens handelt, zeigten Vertreter des Landratsamts keine Bedenken für eine Containerlösung auf der Pröschelswiese zur Unterbringung der Kinder. Wie das aktuelle Hochwasser am Breitbach zeigte, wird wohl eine Balustrade rund um die Container nötig sein.

Dank sagte die Bürgermeisterin allen Helfern beim jüngsten Breitbachhochwasser und stellte trotz aller einzelner Schäden fest: "Wir sind mit einem blauen Auge davon gekommen."

Es gibt wieder Kultur in Obernbreit. Wie schon im Vorjahr gibt es am 4. August ein Wandelkonzert im Rathaus, der ehemaligen Synagoge und der evangelischen Kirche. Eine Voranmeldung ist nötig.