Edgar Graber feierte an Maria Lichtmess sein 80. Wiegenfest. Der Jubilar wurde am 2. Februar 1941 in Würzburg geboren und wuchs zusammen mit zwei Schwestern auf dem elterlichen Hof in Euerfeld auf. Mit zwölf Jahren begann Edgar Graber Posaune zu spielen. Nach dem Besuch der örtlichen Volksschule erlernte er den Beruf des Landwirts und legte nach einem Fremdlehrjahr in Münsterschwarzach in Kitzingen die Meisterprüfung ab.

1969 übernahm er den elterlichen Betrieb mit Ackerbau und Viehhaltung und heiratete 1971 Ehefrau Ingrid, die er aus der von ihm 1957 mitgegründeten örtlichen Landvolkbewegung kannte. Damals hatte er auch mit dem Reitsport begonnen, der ihm in der Vielseitigkeitsreiterei 1963 den bayerischen Meistertitel und 1964 und 1966 die Teilnahme am Bundeswettkampf ermöglichte. Bei Wettbewerben in Franken war der leidenschaftliche Reiter mit seinen auf dem eigenen Hof gehaltenen Pferden zumeist auf Spitzenplätzen vertreten.

Mit dem Aufbau der Landjugend, die er 21 Jahre leitete, begann die Mitarbeit in zahllosen Ehrenämtern. Er unterstützte den Bau der von Bischof Paul-Werner Scheele geweihten Bruder-Klaus-Kapelle, wirkte im Pfarrgemeinderat und war von 1984 bis 2008 Stadtrat. Dafür erhielt Graber die kommunale Verdienstnadel des Freistaates und die goldene Ehrennadel der Stadt Dettelbach. Seit 1974 bis heute widmet er sich der Jagd.

Als sein Heimatdorf das 1100-jährige Bestehen feierte übernahm Edgar Graber als Vorsitzender des Arbeitskreises Vereinsvorstände die Organisation. Nachdem er 1963 der Feuerwehr beigetreten war wurde Graber unter Josef Mack stellvertretender Kommandant und übernahm den Posten des Kommandanten als Mack zum Kreisbrandrat berufen wurde. In der Feuerwehr war er bis zur Altersgrenze aktiv. Als Feldgeschworener wurde Edgar Graber 1994 Kreisobmann und brachte bis zum Ende seiner Amtszeit 2012 ein vielbeachtetes Buch über den Werdegang und die Bedeutung der Siebener heraus.

Zum runden Geburtstag an Maria Lichtmess gratulierten neben Ehefrau Ingrid drei Söhne und drei Enkel. Die Familie, der Hof und die Arbeit bei den Feldgeschworenen ließen ihn vor allem Achtung und Dankbarkeit für Werte erfahren, die ihm bis heute wichtig sind.