Vom Advent am See, dem Christmas Wonderland bis hin zum Alphornzauber: Beim Adventskonzert der Stadelschwarzacher Kirchengemeinde war Abwechslung angesagt, denn es gab sogar den Klang eines Alphorns zu hören.

Unter den Klängen des vierstimmigen Geläuts der St. Bartholomäuskirche eröffnete die Blaskapelle das Konzert mit „Tochter Zion“. Die knapp 30 Musiker unter der Leitung ihres Dirigenten Martin Stöckinger verstanden es mit einer Mischung aus ruhigen, festlichen Kompositionen wie „Advent am See“ und modernen Arrangements wie „Träume der Nacht“, das Publikum auf eine vorweihnachtliche Reise mitzunehmen. Beim „Hail Holy Queen“ , ein Auszug aus der Filmmusik von Sister Act, gab Paul Ebert sein Debüt am Dirigentenstab. Der 16-jährige Musiker sitzt eigentlich am Schlagzeug und hat erst im Sommer sein Musikabzeichen in Gold absolviert.

So selten das Instrument zu hören ist, so gut passt es in die Adventszeit, das Alphorn. Mit dem Stück „Alphornzauber“ sorgte Martin Fackelmann für einen akustischen Zauber am Soloalphorn – untermalt von der Blaskapelle Stadelschwarzach. Mit einer Leichtigkeit schaffte er die Intervallsprünge der Alphorn-Naturtöne über mehr als drei Oktaven.

Die 13 Sängerinnen des Stadelschwarzacher Frauenchors unter der Leitung von Berta Hüttner überzeugten mit mehrstimmigem Chorgesang – unter anderem mit dem „Wünsche zur Weihnachtszeit“ von Udo Jürgens und dem „Kleinen Trommeljungen“. Für Abwechslung sorgte Organist Matthias Berthel. Der Diplom-Kirchenmusiker aus Unterschleißheim zeigte in Johann Sebastian Bachs „Dorische Toccata BWV 538“, was in der Stadelschwarzacher Kirchenorgel, seiner Heimatorgel, steckt. Komplettiert wurde der musikalische Adventsabend mit mehreren Ensembles der Blaskapelle. Zum Abschluss des Konzerts, das die Vorsitzende der Blaskapelle, Michaela Berthel, moderierte, durften alle Besucher kräftig mitsingen beim Klassiker „Macht hoch die Tür“ – und spätestens jetzt war die weihnachtliche Vorfreude in der St. Bartholomäuskirche eingekehrt.