"Haben eigentlich keine Feinde": Unternehmer schockiert – 33 Fahrzeuge massiv beschädigt

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33 Fahrzeuge eines Taxiunternehmens haben bisher Unbekannte am Wochenende mit Farbe und mutmaßlicher Säure beschädigt. Jetzt äußert sich der Geschäftsführer – so geht es dort weiter.

"Das erste Wort war: Katastrophe". So beschreibt Joerg Baumgartl, Geschäftsführer des Hofer Unternehmens Taxi3033, die Nachricht, die ihn am vergangenen Samstag (22. August 2026) frühmorgens erreicht hat. Einer seiner Mitarbeiter hat den Anschlag mit Farbe und einer übel riechenden Flüssigkeit, den Unbekannte in der Nacht auf zahlreiche Wagen verübt haben, entdeckt.

"Ich war zufällig um 6 Uhr wach", erinnert sich Baumgartl. "Der erste Schock saß tief". Zahlreiche Autos haben bisher unbekannte Täter mit Farbe besprüht. "Wobei das Graffiti noch das am wenigsten Schlimme ist", wie Joerg Baumgartl äußert. Auch eine beißend riechende Flüssigkeit wurde an den Wagen verteilt. Laut Polizei könnte es sich um Buttersäure handeln.

Attacke auf Taxi-Unternehmen in Hof - Besitzer ist ratlos

Es sehe so aus, als sei "die gezielt in die Fahrertüren injiziert worden", vermutet Geschäftsführer Baumgartl. Das greife das Gummi an. Eine Auswechslung der Türverkleidung sei unvermeidbar. 33 seiner Taxis hat der Unternehmer so vorgefunden. Das sind rund die Hälfte seines Bestands. "Wir haben ein Notprogramm aufgesetzt." Die betroffenen Autos werden gesäubert, neue Türverkleidungen sind bestellt. Umliegende Unternehmen, darunter Mietwagenunternehmen und Werkstätten, leihen Taxi3033 Ersatzfahrzeuge. Der Betrieb gehe trotz des Vandalismus-Anschlags weiter.

"Ich habe noch keine Ahnung, wie die Kosten ausfallen werden", sagt Joerg Baumgartl im Gespräch mit inFranken.de. Er vermutet, dass der Gesamtschaden im sechsstelligen Bereich liegen wird. Wer dahinterstecken könnte? Der Geschäftsführer ist ratlos. "Ich habe ehrlich gesagt überhaupt keine Ansatzpunkte", sagt er gegenüber der Redaktion. "Wir haben eigentlich keine Feinde." An der "bösartigen Attacke" kritisiert er zudem vor allem eines: Diese betreffe nämlich, im Vergleich zu aufgebrochenen Autos, auch die Gesundheit seiner Mitarbeiter.

Wie es jetzt weitergeht? Schätzungsweise zwei Wochen dauert es, bis alle Reinigungsarbeiten abgeschlossen sind und ein Regelbetrieb wieder möglich sei. Gleichzeitig laufen Ermittlungen der Polizei, um die Täter ausfindig zu machen. 

Vorschaubild: © Fotos: li: Joerg Baumgartl; re: Screenshot aus Video von News5, Collage: inFranken.de