Investitionen von über vier Millionen Euro in den Hoch- und Tiefbau sind für dieses Jahr in der Gemeinde Wonfurt geplant. In seiner Sitzung am Dienstagabend verabschiedete der Gemeinderat den Haushaltsplan für das laufende Jahr, der ein Volumen von insgesamt über neun Millionen Euro hat.

3 953 200 Euro sind für den Verwaltungshaushalt angesetzt, während im Vermögenshaushalt 5 098 450 Euro vorgesehen sind. Aus dem Verwaltungshaushalt wird eine Summe von 200 950 Euro dem Vermögenshaushalt zugeführt. Weitere große Ausgabeposten sind hier die Kreisumlage mit 924 000 Euro, die Umlagen für Schule, Verwaltungsgemeinschaft und Zweckverbände in Höhe von 547 500 Euro.

Auf der Einnahmenseite werden 1 019 000 Euro Gemeindeanteil aus der Einkommens- und Umsatzsteuer erwartet. Außerdem sind 565 000 Euro Schlüsselzuweisung, 569 050 Euro Benutzungsgebühren, 166 500 Euro Grundsteuer und 700 000 Euro Gewerbesteuer kalkuliert. Bürgermeister Holger Baunacher betonte, dass man beim Ansatz der Gewerbesteuer und dem Gemeindeanteil der Einkommens- und Umsatzsteuer bewusst sehr vorsichtig geplant habe, um die Auswirkungen der Coronakrise zu berücksichtigen.

Zwei große Baumaßnahmen haben schon alleine ein Volumen von über zwei Millionen Euro, wie Kämmerer Marco Weber erklärte. Die Erweiterung des Gewerbegebietes in Wonfurt schlägt mit 1 160 000 Euro zu Buche. In diesem Betrag sind die Erstellung der Straße, des Kanals, der Wasserleitung und einer Löschwasserzisterne einkalkuliert. Die Kanalsanierung in Wonfurt ist mit 900 000 Euro der zweitgrößte Posten. Es folgen die Sanierung der Flurwege mit 360 000 Euro, die Containererweiterung des Kindergartens Wonfurt inklusive Schallschutz mit 195 000 Euro sowie die Kirchensanierung in Steinsfeld mit 180 000 Euro.

Wenn alle Maßnahmen zeitlich komplett in diesem Jahr durchgeführt werden können, ist eine Darlehensaufnahme von 2,6 Millionen Euro vorgesehen. Unter Berücksichtigung der geplanten Tilgungen von 72 000 Euro wird sich der Schuldenstand der Gemeinde Wonfurt von 690 726 Euro auf möglicherweise 3 218 726 Euro erhöhen. Die Pro-Kopf-Verschuldung erhöht sich dann ebenfalls von 344 Euro Ende 2019 auf 1602 Euro am Jahresende 2020. Gegenüber dem Vorjahr ist die Steuerkraft der Gemeinde von 748 auf 824 Euro gestiegen.

Bürgermeister Baunacher geht davon aus, dass sich das eine oder andere Vorhaben jedoch in das nächste Jahr verschieben wird, so dass die Kreditaufnahme nicht bis zur Maximalgrenze im laufenden Jahr ausgenutzt werden muss. Mit einer Gegenstimme wurde der Haushaltsplan 2020 vom Gemeinderat genehmigt.

Nach dem Vortrag des Rechnungsprüfungsberichts des Ausschussvorsitzenden Franz-Josef Selig stellte der Gemeinderat das Ergebnis der Jahresrechnung 2018 fest. Das Gremium erteilte damit die Entlastung.

Der Caritasverein Wonfurt erhält auf seinen Antrag hin zwei Drittel der Kosten für die Ausstattung der neuen Container am Kindergarten von der Gemeinde erstattet. Einstimmig wurden 13 332 Euro Zuschuss bei voraussichtlichen Gesamtkosten von 20 200 Euro genehmigt.