Das Präzisionsfahren und die Segnung der neuen Feuerwehrspritze standen im Mittelpunkt des Oldtimer-Festes in Fierst.
Viel los war am Wochenende im kleinen Eberner Stadtteil Fierst. Beinahe alle Mitglieder sowie Dorfbewohner mit ihren Verwandten und Bekannten waren auf den Beinen, als der Feuerwehrverein zum siebten Mal sein Sommerfest mit Oldtimerbulldog-Treffen ausrichtete. Hunderte Besucher kamen.
Bei einer feierlichen Andacht zum Auftakt am Samstag vor dem Feuerwehrhaus wurde die neue Tragkraftspritze der Löschgruppe Fierst gesegnet. Die Pfarrer Bernd Grosser und Pater Rudolf Theiler erbaten den Segen für die neue Spritze und vor allem für die Feuerwehrleute, die das Gerät bedienen. Musikalisch umrahmt wurde die Andacht von einer Bläsergruppe des Posaunenchors Ebern.
Der Löschgruppenführer Mario Holzmann dankte Bürgermeister Jürgen Hennemann, der Stadt Ebern und dem ehemaligen Kommandanten Michael Wüstenberg für die Beschaffung der neuen Spritze, die das Vorgängermodell aus dem Jahr 1965 ablöst. Die Fierster hätten die Pumpe schon bei Übungen auf Herz und Nieren getestet und seien erfreut darüber, dass sie im Vergleich zur alten Spritze einfach zu bedienen sei, sagte er.
Jürgen Hennemann wünschte den Fierster Floriansjüngern viele Übungen und wenig Einsätze mit dem neuen Gerät und dass die Mannschaft allzeit unversehrt von Einsätzen zurückkomme. Er freute sich darüber, dass die Fierster nicht nur bei der Feuerwehr aktiv mitmachen, sondern mit ihrem jährlichen Festwochenende auch einen großen Beitrag zum kulturellen Leben leisten.
Der Kreisbrandinspektor Thomas Habermann verdeutlichte, dass durch die Anschaffung der neuen Spritze der Standort der Feuerwehr in Fierst gestärkt werden soll. Die Stadt Ebern investiere in eine kleine Wehr und verdeutliche damit, dass sie daran interessiert sei, auch die kleinen Wehren aufrechtzuerhalten.
Im Anschluss an die Einweihung der neuen Spritze ließ man den Tag beim alljährlichen Sommerfest ausklingen. Es zog mit dem "See in Flammen" und den "Haßberglern" viele Besucher an.
Am Sonntag knatterten dann die Motoren der alten Bulldogs. Fierst verwandelte sich in eine riesige Oldtimer-Ausstellung. Eine besondere Attraktion war das Traktor-Präzisionsfahren, das zum ersten Mal angeboten wurde und von Helmut Reuter auf die Beine gestellt und betreut wurde. Hierfür mussten die Traktoristen mit ihren Fahrzeugen mit einem Vorderreifen auf eine Rampe fahren. Am Ende der Rampe lag in einer kleinen Vertiefung ein rohes Ei. Die Kunst ist, so nah wie möglich an das Ei zu fahren, ohne es kaputt zu machen. Wer den geringsten Abstand zwischen Reifen und Ei erreicht hatte, war der Sieger. Die Schwierigkeit: Vom Traktor aus sieht der Fahrer nicht, wie nahe der Reifen schon am Ei ist. Diese Station war ein Zuschauermagnet und kam bei den Besuchern gut an. Werner Eller gewann das Präzisionsfahren mit seinem Traktor. Den zweiten Platz holte Johann Jahn und den dritten Platz Walter Lehnert.