Posaunenklänge, die von der Ortsdurchfahrt aus zu hören waren, luden am späten Samstagnachmittag in Heubach zum Nikolausmarkt ein, der zum zehnten Mal stattfand. Neben dem "Eichelbach", hinter dem "Haus der Bäuerin", scharten sich um den Posaunenchor Rentweinsdorf und die zahlreichen Ständen ab 15 Uhr die Besucher. Der Nikolausmarkt wird vom örtlichen Verein für Gartenbau- und Ortskultur organisiert.

Auch Patricia Walter ist mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern dort. "Wir sind von Ebern, wie auch schon einige Jahre zuvor, nach Heubach gelaufen", sagt die junge Mutter. Vom Angebot zeigt sie sich angetan. "Da gibt es viele schöne Sachen und halt wenig Krimskrams", sagt sie. Vor allem ist sie von den "handwerklichen" Gegenständen begeistert. Auch das Ambiente und der überschaubare Nikolausmarkt spricht die junge Frau an. Viel aus Holz, Gedrehtes und Gedrechseltes ist an Ständen zu sehen, aber auch Liköre von heimischen Herstellern und selbst gebackene Leckereien sind zu finden. Bratwurstduft liegt über der Freifläche und zieht in die Halle, in der nochmals zahlreiche Stände zu finden sind.

Die Grillschürze hat sich der örtliche Stadtrat Thomas Limpert umgebunden, der die Besucher, unterstützt von einer Helferin, mit schmackhaften Bratwürsten versorgt.

"Es ist auch schön, dass man sich hier gemütlich umschauen kann, ohne "geschoben" zu werden, und dass man viele Leute trifft, mit denen man sich über den Weihnachtsmarkt aber auch über die eigenen Kinder unterhalten kann", sagt Patricia Walter, die im nächsten Jahr wiederkommen will. Die Kinder sind es, die den Nikolaus (Peter Müller) erspähen, der sie tief in seinen Sack greifen lässt, um eine kleine Nascherei daraus zu entnehmen.