Die Heizung für die Grundschule in Pfarrweisach ist für den dortigen Gemeinderat ein heißes Thema, wie auch Bürgermeister Hermann Martin (Unabhängige Liste Bürgerblock) feststellte. Nachdem es deswegen bereits in der letzten Sitzung heiß her ging, brannte das Thema den Räten auch in dieser Sitzung auf den Nägeln.

Martin Lang und Stefan Hofmann vom Bauamt der Verwaltungsgemeinschaft in Ebern versuchten den Räten dabei genau zu erklären, warum der Haushaltsansatz von 70 000 Euro um knapp 22 000 Euro überschritten wurde. "Wir haben versucht, bei diesem Leistungsverzeichnis an alles zu denken", erklärte Martin Lang. Dazu gehören auch Dinge wie ein hydraulischer Abgleich aller Heizkörper im Gebäude und eine Überprüfung der vorhandenen Heizkreise sowie neue Thermostate erläuterte Stefan Hofmann.
"Wir wollen schließlich in Zukunft auch Energie sparen", sprach der Bauamtsleiter für seine Empfehlung.

"Das ist in der Erstinvestition etwas teurer, aber dafür später günstiger." Dagegen wollte die Mehrheit des Gemeinderates lieber schon beim Einbau der neuen Heizung sparen. "Wir können bei einer erneuten Ausschreibung gerne einige Aspekte weglassen, dann wird es sicher günstiger", versprach Martin Lang und schob gleich hinterher, dass die Heizung danach aber sehr energieintensiv laufen werde. Bürgermeister Martin versuchte ebenfalls seine Gemeinderäte zur Optimal-Lösung zu bewegen, indem er erklärte, dass die Investition im Haushalt möglich wäre (obwohl bislang zu wenig Geld für die Heizung eingestellt wurde), und zum anderen der Schulverband jede Investition mittragen muss, womit gar nicht alle Kosten bei der Gemeinde bleiben. "Wir müssen das Geld quasi nur vorstrecken, bis der Schulverband seinen Anteil beglichen hat."

Ausschreibung aufgehoben

Doch alle guten Argumente halfen nichts. Am Ende stimmte der Gemeinderat mit vier zu acht Stimmen gegen das vorliegende Angebot und für die Aufhebung der Ausschreibung, mit allen Risiken und Folgen, die daraus entstehen. "Es ist Fakt, dass wir das tun müssen", argumentierte unter anderem Werner Hauck (FWG). Nun folgt also eine erneute Erarbeitung eines Leistungsverzeichnisses mit der dazugehörigen Ausschreibung in einer abgespeckten Version. Dadurch verzögert sich die gesamte Maßnahme wohl nicht nur um einige Wochen.
Die Vorplanungen für die Anschlussleitung Leuzendorf - Römmelsdorf sind soweit gediehen, dass Ingenieur Hans-Joachim Brandt sie in der nächsten Woche bei der Bürgerversammlung in Lohr vorstellen will. "Wir haben hier eine gute Lösung, die sogar günstig ist und uns für später alle Möglichkeiten offen lässt", fasste Bürgermeister Martin zusammen.

Nachdem bei der letzten Bürgerversammlung in Lohr viel über die Waldtrasse und Alternativen diskutiert worden war, stellte Brandt nun zwei mögliche Trassen in jeweils zwei Variationen vor. Im Gemeinderat stieß dabei vor allem die Trasse entlang der Gemeindeverbindungsstraße von Burgpreppach nach Römmelsdorf auf Zustimmung.

Bauamtsleiter Martin Lang favorisierte ebenfalls diese Variante: "Die ist besser zugänglich für spätere Wartungsarbeiten", erläuterte er. Dabei soll eventuell auch das Maschinenhaus aufgegeben werden. "Wir können den Druckminderer in einen Schacht bauen, da brauchen wir das Maschinenhaus nicht mehr."

Der Schacht käme der Gemeinde dabei schon günstiger als alleine die notwendigsten Reparaturen am Maschinenhaus. Die Entscheidung, welche Trasse in welcher Variante nun gebaut wird, soll in der kommenden Woche in Lohr fallen.

Querungshilfe

Kraisdorf, seit Jahren nicht nur durch die Kreisstraße optisch geteilt in "Hübensdorf" und "Drübensdorf", soll vor allem optisch wieder zusammenwachsen. Dazu stellte Alfons Schanz, technischer Leiter am Tiefbauamt im Landratsamt Haßfurt eine Möglichkeit vor, die nicht nur eine Begrünung des Mittelstreifens der Kreisstraße enthält, sondern vor allem auch eine Querungshilfe. "Wir bieten an, dass wir diese Querungshilfe erst einmal als Provisorium aufbauen, wobei die Gemeinde das Material zahlt und wir vom Landkreis die Arbeit machen", so Schanz. Dabei würde sich zeigen, ob die Verkehrsinsel als Querungshilfe überhaupt angenommen wird.
"Dann hätten wir auch genügend Zeit für die Planungen für die städtebauliche Förderung und alles, was dazu gehört."

Das Provisorium, das bereits im Frühjahr realisiert werden könnte, wird nun in Bezug auf die Baukosten vom Landratsamt errechnet. Dazu prüft das Landratsamt ebenfalls, ob eine Ortsdurchfahrt auf der Kreisstraße nötig ist. Bisher ist noch keine Ortsdurchfahrt festgesetzt worden. Dabei wird, sehr zur Beruhigung der Gemeinderäte, die Straße nicht umgewidmet, sondern bleibt Kreisstraße, womit auch der bauliche Unterhalt beim Kreis verbleibt.
Im Zuge der aktuell stattfinden Baumaßnahmen sollen nun auch die Einfahrten in die Feldwege überprüft werden. Nachdem mehrere Gemeinderäte feststellten, dass die Straße nun wesentlich höher käme, als vorher, müsse hier etwas getan werden, fanden sie. Alfons Schanz versprach, sich die Situation anzuschauen.

Zur Fertigstellung der Straße konnte Schanz keinen festen Termin nennen: "Das hängt einfach zu sehr mit der Witterung zusammen, aber vor Weihnachten wollen wir die Straße aufmachen", versprach er.