Diakon Bernhard Trunk ist den weltlichen Freuden des Mobilfunks gegenüber sehr aufgeschlossen. Er verschickt von seinem Handy aus Kurznachrichten, checkt E-Mails, postet Bilder auf Facebook und trägt sein Smartphone meistens bei sich. "Ich gehe mit der Technik", erklärt der 58-jährige Kirchenmitarbeiter.

Seit fast zwei Jahren kommuniziert Trunk über sein aktuelle Smartphone und verwaltet auf dem kleinen Gerät auch alle Termine. "Ein Papierkalender ist mir viel zu umständlich. Hier habe ich alles auf einem Blick", sagt er und deutet auf das Display. Gedanken über sein Nutzerverhalten (ständiger Handygebrauch kann auch in Sucht ausarten) braucht er sich nicht zu machen: Trunk ist Notfallseelsorger und muss als solcher ständig erreichbar sein. Wenn das Mobiltelefon des Diakons der Pfarreiengemeinschaft "Am -Weinstock-Jesu" klingelt, weiß man aber gleich, dass man es mit einem Gottesmann zu tun hat.

Kirchenglocken als Melodie

Denn anstelle einer schmissigen Melodie ertönen Kirchenglocken. "Selbst aufgenommen", wie Trunk stolz erzählt. Egal ob die Glocken von Rom oder die des Doms von Freiburg, Dresden oder Marburg erklingen: Bei Bernhard Trunk klingt jeder Anruf göttlich.

Ganz anders verhält es sich bei Monika Göhr, der Pressesprecherin des Landratsamts Haßberge. Ihr Handy ist mindestens neun Jahre alt und macht nur das, wozu es eigentlich erfunden wurde: Es telefoniert. Auch der Klingelton ist sehr pragmatisch angelegt und heißt "Ring Ring". "Es erfüllt aber seinen Zweck", sagt Monika Göhr und schaut das Handy, das sie vor so langer Zeit im Internet ersteigert hat, fast entschuldigend an. Ins Internet wählt sich ihr "Nokia 6310" nicht ein. Die Frage nach der mobilen Präsenz in Sozialen Netzwerken erübrigt sich damit. Nur SMS verschickt die 48-Jährige ab und an.

Altes Handy mit langer Akkulaufzeit

Einen ganz entscheidenden Vorteil hat ihr Handy aber. "Der Akku hält drei bis vier Wochen!", sagt Monika Göhr. Von solchen Laufzeiten können die meisten Smartphone-Besitzer nur träumen. Bei Dieter Greger, Kreisgeschäftsführer des BRK Kreisverband Haßberge, liegt das Handy entweder auf dem Schreibtisch oder steckt in der Hosentasche. Er habe es schon ziemlich oft in der Hand, sagt Greger. "Wenn ich mit meiner Aktentasche das Haus verlasse, bin ich geschäftstüchtig: Mein Notebook habe ich meistens dabei, mein Handy sowieso", erzählt der Familienvater. Im Hassfurter Büro liegt aber auch ein Kalender im Papierformat auf dem Schreibtisch. "Ich fahre zweigleisig", erzählt Greger. Berufsbedingt erhalte er die meisten Termine über Outlook direkt aufs Mobilgerät.

Berufliches und Privates trennt Daniel Fischer durch zwei Handys. "Das Smartphone ersetzt komplett meinen Computer", sagt der Vorsitzende des Kreisjugendring (KJR) Haßberge. "Außerdem eine Armbanduhr, ein Navigationsgerät, ... Ich habe es ständig bei mir", verrät der 34-Jährige.

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