Vor diesem Hintergrund meldet das Gesundheitsamt Haßberge über den Jahreswechsel 77 weitere Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Damit steigt die Gesamtzahl der bisher bestätigten Fälle auf 1849 (Stand: 1. Januar 2021, 12 Uhr). 1493 Bürger sind inzwischen wieder genesen. Aktuell 316 Personen sind mit dem neuartigen Virus infiziert. Zurzeit werden 20 Personen stationär im Krankenhaus behandelt, davon zwei auf der Intensivstation. 40 Menschen sind leider im Zusammenhang mit der Infektion verstorben. In häuslicher Isolation befinden sich 431 Personen. Die so genannte Sieben-Tage-Inzidenz liegt laut Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit bei 238,2 (Stand: 1. Januar, 14 Uhr). So weit berichtet das Landratsamt Haßberge.

Immer wieder erreichen unsere Redaktion Fragen wegen nicht zusammenpassender Werte von Landratsamt, Robert-Koch-Institut und dem Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit. Die Hintergründe sind nicht etwa falsche Berechnungen, sondern die unterschiedlichen Arbeitsrhythmen und Meldephasen der jeweiligen Einrichtungen. Die Angaben sind also korrekt.

Neue Informationen gab auch die Caritas-Kreisgeschäftsführerin Anke Schäflein zum Caritas-Seniorenheim Sankt Bruno, Haßfurt: Die dritte Ergebnismeldung (seit dem 21. Dezember) der letzten PCR-Testung der Bewohner in Sankt Bruno brachte wenig gute Nachrichten: 24 von 69 Bewohnern sind positiv auf das Virus Sars-CoV-2. Bislang sind die meisten Betroffenen (mit Ausnahme einer Bewohnerin) gänzlich ohne Symptome; einige wenige zeigen milde Erkältungsanzeichen, wie leichten Schnupfen oder leicht erhöhte Temperatur. Die eine Seniorin befindet sich weiter im Krankenhaus. Laut Schäflein wurden die Angehörigen der neu positiv getesteten pflegebedürftigen Senioren umgehend informiert. Für den heutigen Samstag sind die nächsten PCR-Reihentestungen angesetzt. Das Gesundheitsamt unterstützt vor Ort. Bis zum 8. Januar steht das Haus St. Bruno unter Quarantäne. Anke Schäflein: "Damit ist auch klar, dass mindestens bis dahin ein striktes Besuchs- bzw. Abholverbot und jetzt auch Ausgehverbot besteht. Ein Besuch bei sterbenden Bewohnern - ob mit oder ohne Corona-Infektion - wollen wir aber in jedem Fall umsetzen. Dies in enger Absprache mit dem Gesundheitsamt."

Unter den Mitarbeitenden sind aktuell zehn betroffen. Allerdings liegen noch nicht alle Testergebnisse der Mitarbeitenden vor. Unter den Mitarbeitenden liegen bislang keinerlei Symptommeldungen vor - mit Ausnahme einer Verwaltungskraft, die als Kontaktperson schon länger in Quarantäne ist und hier die Erkältungssymptome entwickelt hat.

Schäflein: "So müssen wir feststellen, dass seit der ersten positiven Testung einer Bewohnerin am 21. Dezember innerhalb von nur acht Tagen 23 Bewohner betroffen sind und zehn Mitarbeitende - trotz aller Schutzmaßnahmen. Diese Lage in Sankt Bruno ist insbesondere deshalb so schwer auszuhalten, weil wir so kurz vor den Impfungen standen. Wir waren für den 29. Dezember für die Impfung vorgeplant und so viele der Bewohner von Sankt Bruno wollten das Impfangebot wahrnehmen! Corona in einer stationären Altenpflege-Einrichtung ist immer einfach schlimm. So knapp vor dem rettenden Ufer aber ist es besonders bitter, dies nach mehr als neun Monaten Kampf und Zittern doch noch erleben zu müssen."