Die Ermittlungen nach dem tödlichen Hubschrauberunfall in Haßfurt im April dieses Jahres gestalten sich laut Staatsanwaltschaft Bamberg nach wie vor schwierig und ziehen sich hin. Mittlerweile aber, erklärte Oberstaatsanwalt Matthias Bachmann, liegen Gutachten vor, die neue Erkenntnisse bringen.

"Wir führen Ermittlungen gegen zwei Mitglieder der Hubschrauberbesatzung wegen fahrlässiger Tötung", erklärte Bachmann. Um welche Besatzungsmitglieder es sich handelt, teilte er nicht mit (an Bord befanden sich insgesamt vier Bundeswehrangehörige). Die Staatsanwaltschaft Bamberg betont, dass die Gutachten weiterhin "sehr sorgfältig" und genau analysiert werden müssten. Deswegen werden die Ermittlungen auch "noch einige Wochen dauern", wie Bachmann sagte.

Trümmerteile fliegen umher

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Bei dem Unfall, der sich am 9. April um kurz nach 10 Uhr auf dem Verkehrslandeplatz Haßfurt ereignet hatte, war ein 60-jähriger Mann ums Leben gekommen. Der Flugplatzmitarbeiter wurde von Trümmerteilen tödlich verletzt, die sich bei der Kollision zwischen dem Bundeswehrhelikopter und dem Tower lösten. Der Transporthubschrauber des Typs Sikorsky CH-53 war in Haßfurt zwischengelandet, um zu tanken. Als sich die Maschine auf dem Rollfeld der Tankstelle näherte, streiften die noch unter Volllast laufenden Rotorblätter das Towergebäude.

Flugplatz-Geschäftsführer Günter Mendel hatte im Oktober zu den Ermittlungen gesagt: "Warum der Pilot des Hubschraubers zu nahe an den Tower gekommen ist, zumal in der geöffneten Außentür auf der Towerseite des Hubschraubers auch ein Soldat zur Einweisung stand, ist nicht erklärlich."