Jedes ökonomisch denkende und verantwortlich handelnde Unternehmen versucht, Zahlungs- und Forderungsausfälle bereits im Vorfeld zu vermeiden. Logischerweise liefert es - zumindest bei größeren Projekten - erst dann, wenn der Kunde als seriös eingeschätzt wird. So dachte auch eine Haßfurter Firma aus der Elektrobranche.

Bereits im Frühjahr 2010 lieferte sie einem 29-jährigen Elektroinstallateur für die Verkabelung in einer Brauerei im nördlichen Landkreis und in einem Essener Pflegeheim Waren und Material im Wert von über 30 000 Euro. Der Installateur zahlte nicht und wurde nun in Haßfurt wegen Betrugs zu einer zehnmonatigen Bewährungsstrafe verurteilt.

Was der Lieferant nicht wusste: Der Elektroinstallateur, der die Waren bestellte, war nicht berechtigt, direkt gegenüber den jeweiligen Bauherren abzurechnen.