Beim Brand im Heizkraftwerk einer Biogasanlage war ein technischer Defekt der Auslöser. Den Schaden, den das Feuer Mitte Dezember anrichtete, schätzen die Brandermittler der Kripo Schweinfurt auf mindestens eine Million Euro.

Der Betreiber der Biogasanlage hatte noch am Morgen um 6 Uhr nach dem Rechten gesehen, als er gegen 6.45 Uhr übers Handy wegen einer Störung alarmiert wurde und dann starke Rauchentwicklung im Heizkraftwerk entdeckte.

Er setzte einen Notruf ab, woraufhin ein Großaufgebot der Feuerwehren der Region ausrückte. Die Löschmannschaften bekamen den Brand rasch unter Kontrolle.

So wurde auch bezüglich einer dicken Rauchwolke, die in Richtung Hohnhausen schwebte, schnell Entwarnung gegeben. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei Schweinfurt ergaben einen Kabelbrand an einer Schaltanlage des Blockheizkraftwerks.


Wärmeversorgung gesichert

Die im Ort angeschlossenen 17 Anwesen waren nur kurzzeitig ohne Wärme. Sie alle hatten sich vertragsmäßig verpflichtet, ihre eigenen Heizung noch zehn Jahre lang vorzuhalten.

Nach den Löscharbeiten war es wichtig, die Biogasanlage im Notbetrieb wieder zum Laufen zu bringen. Wenn die Temperatur der Anlage unter 50 Grad abfällt, stirbt die Biologie in den Becken ab.

So besorgte eine Firma aus der Gemeinde schon am nächsten Tag eine Notheizung in Hamburg. Bis die Anlage komplett wieder funktionstüchtig ist, dauert es aber noch Monate.