Nach Georg Goepfert, ehemaliger Pfarrer und Ehrenbürger der Stadt, existierte im 9./10. Jahrhundert eine hölzerne Missionskapelle, die später durch einen Steinbau ersetzt wurde. Im 13. Jahrhundert entstand eine Kirche in Kreuzform. 1835 wurden die Pläne des Landrichters Wilhelm Andreas Kummer umgesetzt und die gotische Kirche wurde zum Teil abgerissen, um Platz für die neue Stadtpfarrkirche zu schaffen.

Der 15. Oktober 1835 war der Tag der Grundsteinlegung. Ausgewählt wurde dieses Datum, da mehrere Ereignisse an diesem Tag zusammentrafen: die 500-Jahr-Feier der Stadt, das Fest zur silbernen Hochzeit des bayerischen Königspaares Ludwig I. und seiner Frau Therese sowie deren Namenstag.

Aus diesem Grunde wurden auch ein Bild des Königspaares und die Festprogramme des Stadtjubiläums und der Hochzeitsfeier im Grundstein versenkt. Und - wie soll es anders sein - eine Flasche Wein, Jahrgang 1827, aus den Weinbergen bei Eltmann. 1837 wurde die Kirche fertiggestellt. Geplant hatte sie der Architekt Leo von Klenze, der auch die Neue Eremitage in St. Petersburg entworfen hatte.