Das Konzept zur Ertüchtigung der Wasserversorgungsanlage der Gemeinde Harsdorf steht - und zwar unabhängig von der Frage, ob die Wasserförderung weiter aus dem gemeinsamen Tiefbrunnen mit der Nachbargemeinde Bindlach erfolgen oder ob ein Anschluss an den Bayreuther Ast der Fernwasserversorgung Oberfranken verwirklicht wird.

Erich Hahn vom Ingenieurbüro IBP aus Kulmbach sprach in der Gemeinderatssitzung am Dienstagabend von Schätzkosten von knapp einer Million Euro - ohne Baunebenkosten. Das Gremium will für den ersten Bauabschnitt, den Hochbehälter in Oberlaitsch, einen Zuschussantrag auf den Weg bringen.

Das Gesamtkonzept, das das Wasserwirtschaftsamt Hof auch für die Ermittlung der staatlichen Zuwendungen gefordert hatte, beinhaltet den Hochbehälter und das Pumpwerk am Sportplatz (318 920 Euro) und bei Oberlaitsch (276 080 Euro) sowie den Hochbehälter und das Überhebepumpwerk bei Altenreuth (359 380 Euro). Die Wasserförderung wurde mit 10 710 Euro veranschlagt. Das neue Prozessleitsystem kostet 71 400 Euro. Die Gemeinde Harsdorf geht von einer Förderung von 50 Prozent aus.

Heute Gespräch mit Betroffenen

Für den bevorstehenden Ausbau der Staatsstraße 2183 kündigte Bürgermeister Günther Hübner für den heutigen Donnerstag eine Aufklärungsversammlung mit den betroffenen Grundstückseigentümern an. Den Auftrag erhielt die Firma Rädlinger aus Cham.

Eine umfangreiche Tagesordnung hatte der Bauausschuss in einer vorangegangenen Sitzung zu bewältigen. Auf Zustimmung stieß im Gemeinderat der Vorschlag, die Fundamente für die Bauhofgarage um einen Meter zu verlängern, um künftig auch größere Fahrzeuge unterstellen zu können.

Zum wiederholten Male musste sich der Ausschuss mit der Verkehrssituation am Radweg am Ortsausgang von Harsdorf in Richtung Trebgast beschäftigen. Radler nutzen dort zum Ärger der Anlieger immer öfter den anschließenden Gehweg. Bürgermeister Günther Hübner schlug vor, dort eine Art Schranke zu installieren. Hermann Hofmann bat zu überprüfen, ob nicht mit mehreren Absperrpfosten der gleiche Effekt erzielt werden könnte. Zunächst soll ein Ortstermin mit den Verkehrsbehörden stattfinden. Der Bauausschuss war sich im Klaren, dass gegen die Unvernunft vieler erwachsener Radfahrer nur schwer anzukommen ist.

Was die Beseitigung des Oberflächenwassers nach größeren Regenfällen in diesem Bereich angeht, kam man mit dem Staatlichen Bauamt überein, dort zwei zusätzliche Straßensinkkästen einzubauen.

Renovierung nötig

Durch den Pächterwechsel in der gemeindlichen Wirtschaft "Zur Tanne" werden Renovierungsarbeiten notwendig. Für die Ausstattung der Küche fallen Kosten von 9483 Euro an. Die Renovierungsarbeiten im Bad werden auf 8300 Euro beziffert, die Arbeiten werden von der Firma Schwender aus Thurnau ausgeführt.

Im Vorfeld des Ausbaus der Staatsstraße 2183 von Ramsenthal nach Harsdorf hatte Günther Hübner ein Gespräch beim Bauamt geführt. Dabei wurden auch die Asphaltierung des öffentlichen Feld- und Waldwegs besprochen und die Förderung abgeklärt. Für das 1,2 Kilometer lange Wegstück fallen rund 50 000 Euro an. Der Gemeinderat war sich über die einmalige Chance, über eine hohe Förderung einen Radweg zu bekommen, einig.