Das Gesundheitsamt Haßberge meldet 26 Neuinfektionen mit dem Coronavirus und zwei weitere Todesfälle. Dabei handelt es sich um eine 98-jährige Frau und einen 73-jährigen Mann, die mit oder an Covid-19 in einer Klinik verstorben sind, wie das Landratsamt gestern mitteilte. Damit steigt die Zahl der Todesfälle auf 51 im Kreis Haßberge. Landrat Wilhelm Schneider spricht den Hinterbliebenen seine Anteilnahme aus: "Mein aufrichtiges Beileid gilt den Familien, den Angehörigen und Freunden der Verstorbenen."

24 Personen im Krankenhaus

Die Gesamtzahl der bisher bestätigten Fälle beläuft sich auf 2083 (Stand: 12. Januar, 15 Uhr). 1747 Bürger sind inzwischen wieder genesen. Demnach sind aktuell 285 Personen mit dem Virus infiziert. Zurzeit werden 24 Personen stationär im Krankenhaus behandelt, davon vier auf der Intensivstation. In häuslicher Isolation befinden sich 329 Personen.

Knapp unter 200

Das Ausbruchsgeschehen ist nach wie vor diffus, verteilt auf den gesamten Landkreis. Viele Infektionen erfolgten laut Landratsamt am Arbeitsplatz und im familiären Bereich.

Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz liegt laut Robert-Koch-Institut bei 196,7 (Stand: Dienstag, 12. Januar, 0 Uhr.

Auch wenn der Wert knapp unter der 200er Marke liegt, gilt im Landkreis Haßberge weiterhin die 15-Kilometer-Regel für touristische Tagesausflüge. Die Einschränkung kann erst wieder aufgehoben werden, wenn der Wert von 200 an mindestens sieben aufeinanderfolgenden Tagen unterschritten wird. Sobald dies der Fall ist, wird dies offiziell bekanntgegeben, kündigte die Behörde gestern an.

Konkret bedeutet dies für die Bürger des Landkreises, dass touristische Tagesausflüge über einen Umkreis von 15 Kilometern um die Wohnortgemeinde hinaus untersagt sind. Nicht unter diese Regelung fallen: die Ausübung beruflicher oder dienstlicher Tätigkeiten; der Besuch von Schulen, Tagesbetreuungseinrichtungen, Musikschulen, Fahrschulen und Hochschulen, sofern der Besuch zulässig ist, und die Teilnahme an Prüfungen; die Inanspruchnahme medizinischer, pflegerischer und veterinärmedizinischer Versorgungsleistungen, der Besuch bei Angehörigen therapeutischer Berufe sowie Blutspenden; Versorgungsgänge, Einkauf und der Besuch von Dienstleistungsbetrieben; der Besuch eines anderen Hausstands unter Beachtung der Kontaktbeschränkung; der Besuch bei Ehegatten, Lebenspartnern, Partnern einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft, Alten, Kranken oder Menschen mit Einschränkungen unter Beachtung der geltenden Kontaktbeschränkungen; die Wahrnehmung des Sorge- und Umgangsrechts; die Begleitung von unterstützungsbedürftigen Personen und Minderjährigen unter der Beachtung der Kontaktbeschränkungen; die Begleitung Sterbender sowie die Teilnahme an Beerdigungen im engsten Familien- und Freundeskreis; die Versorgung von Tieren; Behördengänge und die Teilnahme an Gottesdiensten und an Zusammenkünften von Glaubensgemeinschaften unter bestimmten Voraussetzungen.

Obwohl "Sport und Bewegung an der frischen Luft" bei den Ausnahmen zu den allgemeinen Kontaktbeschränkungen aufgeführt ist, fallen diese Aktivitäten in den Bereich der touristischen Ausflüge, so dass bei Überschreitung eines Wertes bei der Sieben-Tage-Inzidenz Sport und Bewegung an der frischen Luft nur innerhalb eines Umkreises von 15 Kilometer um die Wohnortgemeinde erlaubt ist.

Neue Vorgabe

Mit Blick auf die weiterhin hohe Infektionsdynamik und zur stärkeren Eindämmung des Infektionsgeschehens hat der Ministerrat für den Zeitraum ab Montag, 18. Januar, eine Verpflichtung zum Tragen einer FFP2-Maske im öffentlichen Personennahverkehr und auch im Einzelhandel beschlossen. red