Es ist immer wieder ein Erlebnis, wenn  Familie Gärtner zum Preisschafkopf nach Stangenroth einlädt. In diesem Jahr war das nun schon zum 24. Mal der Fall. Bereits im Vorfeld war bekannt, dass es in diesem Jahr zu einer Rekord-Teilnehmerzahl kommen wird. Es hatten sich 36 Kartfreunde zum Turnier angemeldet, was bedeutete, dass neun Tische gebraucht wurden. Würde das Wetter halten? Schafkopfen bei böig, frischem Wind und niedrigen Temperaturen ist kein Vergnügen. Doch Familie Gärtner hatte schon Alternativen im Blick. Der Pavillon wurde reaktiviert und schützte vor Wind. Wärmedecken taten ihr Übriges, und der Tisch vom Balkon wurde kurzerhand ins Wohnzimmer verlegt. Die Vorfreude war groß, für Getränke ausreichend gesorgt, und zum Essen gab es einen leckeren "Schwabentopf". Dass es  jedes Jahr eine andere kulinarische Spezialität gibt, ist bei Gärtners selbstverständlich. Einige hatten Torten und Kuchen mitgebracht, denn auch die Geselligkeit sollte nicht zu kurz kommen. Im Mittelpunkt stand aber natürlich das Kartenspiel. An Tisch eins spielte der letztjährige Gewinner Dominik Schuldheis mit zwei neuen Teilnehmern zusammen und holte sich prompt ein Minus von 40 Punkten, wodurch sich die Titelverteidigung schwierig gestaltete. Thomas Rottenberger, auch er war mit großen Erwartungen angereist und hat seine Runde auch mit Minus 40 Punkten abgeschlossen. An Tisch vier hat Günter Hofmann bis zum Spiel 18 nichts Besonderes erreicht. Aber dann im Spiel 19 hat er einen Solo mit drei Laufenden gewonnen. Die obere Region kam in Sicht. An Tisch sechs hat Florian Fink gegen drei ihm nicht bekannte Personen gekämpft. Bei seinem Solo im Spiel drei mit drei Laufenden hat er sich gleich mal um 36 Punkte nach vorne geschraubt. In Spiel 14 konnte er einen Solo ohne vier Ober spielen und dadurch nochmal 42 Punkte auf sich vereinigen. Er konnte sein hohes Niveau in dieser Spielrunde dann bis zum Schluss halten - Respekt. Spannend blieb es in den weiteren Runden.

Der Spielbericht von Jürgen Gärtner, der die Spielleitung inne hatte, liest sich wie ein Krimi und kann hier in seiner Gänze und Detailreichtum nicht wiedergegeben werden. Interessant ist es aber allemal, wer sich nach vorne schieben, wer sein Minus weiter ausbaute oder aufholte. Mit Leidenschaft waren die Spieler bis zur letzten Minute bei der Sache, und Nachwuchstalent Florian Fink zeigte schon früh, dass mit ihm zu rechnen ist. Er ging schließlich auch als Sieger mit 140 Punkten aus diesem Turnier hervor. Den zweiten Platz holte sich Günter Hofmann mit 126 Punkten. Werner Fink, der Vater des Pokalgewinners, wurde mit 118 Punkten Dritter. Am Ende des Tages fanden sich die Sieger des Turniers vereint unterm Mirabellenbaum wieder. Damit es auch wirklich ein gutes Foto wurde, mussten rasch noch ein paar Äste entfernt werden. bem