Andreas Dorsch Wer in Höchstadts Wohngebieten bereits bebaute Grundstücke neu überplanen und darauf mehr Wohnraum schaffen möchte, kann in der Regel mit der Zustimmung der Stadt rechnen. "Verdichtung ist kein Problem", sagte Bürgermeister Gerald Brehm (JL) auch in der Bauausschusssitzung am Montagabend - Verdichtung allerdings nicht in jeder Form.

Auf der Tagesordnung stand eine Voranfrage für den Neubau eines Mehrfamilienhauses mit sechs Wohnungen an der Ecke Bechhofener Weg/Egerlandstraße in Höchstadt-Süd. Dafür soll hier ein schon länger leer stehendes Haus abgerissen werden.

Hauptkritikpunkt bei den Stadträten war die Zahl der auf dem Grundstück vorgesehenen Stellplätze. Nur sechs Stellplätze für die sechs Wohnungen seien eindeutig zu wenig, monierten Irene Häusler und Jeanette Exner (beide JL). Für Zweiten Bürgermeister Günter Schulz (JL) wäre das ohnehin schon auf einer "Anhöhe" stehende Haus viel zu groß und vor allem zu hoch. Einstimmig beschloss der Bauausschuss, die für diese Planung notwendigen Befreiungen vom Bebauungsplan nicht zu erteilen. Die Pläne sollten noch einmal überarbeitet werden. Gegen eine verdichtete Bauweise habe man grundsätzlich aber nichts einzuwenden.