Eine erneute Überraschung bei den Sanierungsarbeiten am Josefsheim sorgte für ein weiteres Nachtragsangebot, mit dem sich der Gemeinderat in seiner Sitzung beschäftigen musste. Die "Wand 12" in Richtung Kirchberg wurde bereits mit Be ton-Stützelementen gesetzt. Hier war aufgefallen, dass die Mauer in Richtung Grundstücksnachbar mit Natursteinen und Beton gefertigt, jedoch nicht unterfüttert ist, und "nicht die erforderliche Tragfähigkeit" aufweist.

"Die wirtschaftlichste Lösung wäre ein Abriss und eine neue Stützwand", sagte Bürgermeisterin Katja Habersack (parteilos). "Zügig" musste entschieden werden, damit die für die bereits gesetzten Stützelemente verwendete Matrize auch für die weiteren Stützelemente verwendet werden kann. Der Rat bewilligte weitere 26 672 Euro.

Die Gemeinden der Rhönallianz haben alle Bedarf an Gewerbeflächen. Ein Ansatz wäre ein interkommunaler Gewerbepark. Über einen Zweckverband könnten alle acht Rhönallianz-Gemeinden Mitglied sein. Zu entscheiden war über den Beschlussvorschlag, dass Bürgermeisterin Habersack die Verhandlungsvollmacht erhält. Dies befürworteten zehn Räte, drei waren dagegen. Kritiker des Ansatzes ziehen Gewerbeflächen in der eigenen Gemeinde vor, ein ortsferner Gewerbepark nütze den Mottener Gewerbetreibenden nichts, warf Gemeinderat Alfons Erb (WG Motten) ein.

 

Möglichkeiten ausloten

Habersack betonte, dass die Ge werbegebietserweiterung vor Ort parallel zu den Überlegungen zum interkommunalen Gewerbegebiet laufe. "Es ist von Vorteil, wenn wir uns an den Verhandlungen beteiligen und die Interessen von Motten vertreten". Im Moment sei es "keine Option, dem Zweckverband beizutreten, weil wir noch nicht genug wissen". So steht noch nicht fest, wo der Gewerbepark entstehen soll. Mögliche Standorte bei Geroda, Schildeck, am Buchrasen und am Volkersberg wurden genannt, "aber sonst gibt es keine weiteren Überlegungen bezüglich der Machbarkeit", berichtete Habersack.

Das Landratsamt unterstütze das Vorhaben. Habersack wolle nun bei der Satzungsvorbereitung mitwirken, Möglichkeiten ausloten, Mottener Interessen einbringen und vor allem Informationen erhalten.

Eine rein formale Änderung stand an. Der Kooperationspartner zum Grundschulprogramm "WIM - Wir musizieren" ist nicht mehr die Musikschule Bad Brückenau, sondern die Musikschule Münnerstadt. In der Praxis bleibt alles gleich. Kosten, Rahmenbedingungen und die Lehrkräfte ändern sich nicht.

Im Schäfereifeld wurden 600 bis 700 Festmeter an Borkenkäferfichten abgeholzt. "Das ist ein enormer Schaden für uns", so Habersack. Die Wiederaufforstung müsse zeitnah erfolgen. Förderanträge werden gestellt.

Die Rathauschefin teilte mit, dass sich der Zeitplan des Ersatzneubaus der Autobahnbrücke bei Speicherz laut Autobahndirektion Nord um eineinhalb Jahre nach hinten verschiebe. Ende 2022 soll der Bauwerksentwurf vorliegen.