Um das Integrierte Ländliche Entwicklungskonzept (ILE) der Allianz Regnitz-Aisch zu bewerten, die noch offenen Projekte zu priorisieren und gegebenenfalls neue Ideen aufzunehmen, soll ein Seminar zur Zwischenbilanz stattfinden. Die Gemeinde Hallerndorf ist aufgefordert, neben dem Bürgermeister Gerhard Bauer (WGH) vier weitere Gemeinderäte und einen Vertreter der Verwaltung zu ernennen.

Da die Gemeinderäte Stephan Beck (WGWH) und Robert Linz (WGT) bereits Teilnehmer des ersten Seminars waren, sind sie als "erfahrene Hasen" wieder dabei. Claudia Kraus (WGT) und Angelika Pfister (CSU) wurden ebenfalls benannt. Florian Braun wird als Vertreter der Hallerndorfer Verwaltung teilnehmen, beschlossen die Gemeinderäte einstimmig.

Weil die Digitalisierung der Gremienarbeit auch in Hallerndorf zunimmt, wurde die Geschäftsordnung der Gemeinde entsprechend überarbeitet und angepasst. Künftig werden beispielsweise Einladungen zu Gemeinderatssitzungen per E-Mail verschickt, erläuterte Bürgermeister Gerhard Bauer. Gleichzeitig soll die Ladungsfrist von vier auf fünf Tage verlängert werden.

Damit der Bürgermeister bei kleineren Beträgen ohne vorherige Zustimmung des Gemeinderates agieren kann, schlug die Verwaltung dafür einen Wert von 17 000 Euro vor, in Anlehnung an die Empfehlung des Bayerischen Gemeindetags. Mathias Erlwein (CSU) plädierte jedoch für eine niedrigere Grenze, schließlich läge ein Großteil der Entscheidungen in einem Bereich bis 10 000 Euro. Er würde lieber diskutieren und mitentscheiden können und schlug 7000 Euro als Betrag vor. Für Claudia Kraus lag die Grenze bei 9000 Euro, "damit wir nicht über jede Kleinigkeit abstimmen müssen". Zwölf der 16 Gemeinderäte stimmten für die von ihr vorgeschlagenen 9000 Euro.

Ausbau des Mobilfunks

Im Oktober 2019 hat die Gemeinde Hallerndorf grundsätzlich Interesse am weiteren Ausbau des Mobilfunknetzes gezeigt. Jetzt ist die Förderung eines Mobilfunkmastes möglich, erklärte Bürgermeister Bauer, so dass die Gemeinde lediglich zwischen 10 000 und 20 000 Euro für einen rund 100 000 Euro teuren Mast zahlen müsse. "Wie gehen wir damit um?", wollte Bauer von den Gemeinderäten wissen. Da sich die "weißen Flecken" ohne mobilen Empfang "in der Pampa" befinden, lehnte Gemeinderätin Claudia Kraus den Mast ab, genauso die Mehrheit der Gemeinderäte. Robert Linz schlug vor, die Bürger via Gemeindezeitung zu fragen, ob jemand im Gemeindegebiet Probleme mit Handyempfang habe.

Rundfahrt zu den Baustellen

Für den 18. Juli kündigte Bürgermeister Gerhard Bauer eine Rundfahrt über die gemeindlichen Baustellen an und forderte die Gemeinderäte auf, Fragen an den Architekten zu Kindergarten und Schulsanierung zu sammeln und bei dieser Gelegenheit zu stellen.