Es geht um die Stadt, ihre Grünflächen, ihre Bäume - und damit um die Lebensqualität in der Zukunft. "Freiflächengestaltungssatzung" ist das sperrige Wort für ein wichtiges Thema, das bei einer Podiumsdiskussion am Mittwoch, 13. Oktober, um 18.30 Uhr im Kongresshaus Rosengarten im Mittelpunkt stehen soll.

Der Anlass: Weil die Hitze-Tage im Sommer immer mehr werden, muss sich die Stadt Coburg an diese neuen Bedingungen anpassen. "Kühlung verschafft insbesondere das Grün in der Stadt. Im dicht bewachsenen Rosengarten ist es zum Beispiel drei Grad kühler als in der eng bebauten Ketschengasse, in der nur wenige Bäume stehen", erklärt Oberbürgermeister Dominik Sauerteig.

Die Stadt Coburg und ihr Grünflächenamt seien daher bestrebt, mehr Grün in die Straßen und Gassen zu bringen, zum Beispiel mit Baum-Pflanzungen und mobilen Blumenkästen. Das alleine werde aber nicht ausreichen, denn viele Flächen gehörten privaten Eigentümern. "Wir erleben, dass Parkplätze und Gebäude größer, Gärten aber kleiner werden. Hinzu kommen Steingärten und betonierte Auffahrten. Alles Untergründe, die sich im Hochsommer massiv aufheizen, und damit steigt die Temperatur in der Stadt", fährt der OB fort.

Aber auch für die junge Generation soll es im Sommer noch in der Stadt auszuhalten sein. Für Sauerteig ist eine Freiflächengestaltungssatzung ein geeignetes Mittel, Coburg grüner und ein Stück "enkeltauglicher" zu machen. "Ich will eine solche Satzung den Bürgerinnen und Bürgern sowie den Unternehmen nicht einfach überstülpen. Ich will alle an dem Prozess beteiligen", erklärt das Stadtoberhaupt. Aus diesem Grund sollen am 13. Oktober so viele Menschen wie möglich über die mögliche Satzung sprechen. Die Diskussion findet um 18.30 Uhr im Kongresshaus Rosengarten statt, wird live auf RadioEins, den Kanälen von coburg.de, auf Facebook und Youtube sowie www.mein-coburg.de übertragen. Egal, wie und wo jemand diese Diskussion verfolgt, es gebe immer die Möglichkeit, sich einzumischen, im Kongresshaus persönlich und digital über die Kommentarfunktion der sozialen Netzwerke. Radiohörerinnen und -hörer könnten direkt im Studio anrufen, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt Coburg. red