Der äußere Wallgraben der Festung Rosenberg verwandelt sich alle Jahre wieder beim Open-Air-Festival "Die Festung rockt" des Jugend- und Kulturtreffs "Struwwelpeter" in ein kleines Stadion, in dem sich rund 2700 Hardcore-, Punk- und Ska-Fans zu einer Trimm-Dich-Aktion der etwas anderen Art treffen.
Es wird mit den Armen gerudert, voller Ekstase Pogo getanzt oder wie ein Jo-Jo auf- und abgesprungen. Alle Jahre wieder schlagen hier auch drei regionale Bands ihr Trainingslager auf, um im Vorprogramm überregionaler und internationaler Musikgrößen ihr Talent unter Beweis zu stellen.
In diesem Jahr tat dies mit Bravour die Kulmbacher Hardcore-Combo "Lions From Alaska", die mit ihrem bärenstarken Mitmachsound für ein Stimmungshoch sorgte. Wer die heiß begehrten Tickets für die 12. Auflage am Samstag, 25. Mai 2019, lösen wird, wird sich beim Vorentscheid im "Struwwelpeter" am Samstag, 3. November, herausstellen.
"Dem Festivalteam liegt die lokale Szene am Herzen", sagt Samuel Rauch, Leiter des "Struwwelpeter" und verantwortlicher Organisator. "Deswegen wird es auch in Zukunft den Bandcontest geben, der drei Gruppen aus der Region die Chance gibt, sich unter professionellen Bedingungen einem großen Publikum zu präsentieren." Bands aus Kronach und den angrenzenden Landkreisen können sich bewerben und sich dem Voting des Publikums stellen. Acht Gruppen werden für den Wettstreit ausgewählt. Die drei Erstplatzierten spielen beim Festival vor bekannten Größen der deutschen und internationalen Musikszene. In den vergangenen Jahren waren dies unter anderem "La Brass Banda", "Millencollin", "Jennifer Rostock", "Russkaja", "Madsen" oder "OPM".
Der Vorentscheid steigt am 3. November ab 19.40 Uhr im "Struwwelpeter". Einsendeschluss für alle Bewerbungen ist der 6. Oktober. Die ausgewählten Bands werden einen Tag später über ihre Teilnahme am Contest informiert.


Anonyme Bewertung

Die Auswahl der Bands erfolgt durch das Festivalteam. Die Mitglieder des Gremiums bewerten die Musik mit Punkten, ohne zu wissen, welche Kapelle sie gerade hören. Es geht also nur um die Musik, nicht um Namen oder Herkunft der Formation. "Wenn wir mit dem Festivalteam tagen und uns durch die vielen Bewerbungen hören, erleben wir immer wieder Überraschungen. Sehr gute Bands bewerben sich, die wir manchmal noch gar nicht kannten", so Samuel Rauch.
Die Einnahmen werden als Festivalgagen an die drei Gewinnerbands ausgezahlt. Für die Teilnahme an dem Vorentscheid gibt es deswegen keine Gagen. Das Publikum wählt seine drei Favoriten. Deshalb heißt es für alle Teilnehmer, so viel Fans wie möglich zu mobilisieren.
Rauch hat noch einen Tipp für alle Bewerber parat: "Die Jury hört die ersten beiden Songs jeder CD an. Packt also die besten Songs vorne auf den Tonträger. Es gehen auch gebrannte Silberlinge. Das Aussehen der CD spielt keine Rolle."