Gerhard Schneider hat die ganze Welt gesehen und viele Jahre für MAN im Ausland gearbeitet. "Der Maschinenbau hat mich immer interessiert, ich hatte viele Kontakte zu den Größen in der Welt", blickte der gebürtige Pölzer an seinem 80. Geburtstag zurück, den er wie seine bisherigen "Runden" eigentlich in Singapur feiern wollte, aber "gesundheitliche Probleme lassen das nicht mehr zu."

In seinem langen Berufsleben war Gerhard Schneider unter anderem in Indien als Berater für das Verteidigungsministerium und als Projektleiter in Korea tätig. Der nächste Schritt auf der Karriereleiter bei MAN war die Berufung zum Bereichsleiter für den Vertrieb von Nürnberger Dieselmotoren weltweit. "Ich bin sehr viel gereist und saß mehr im Flugzeug als im Büro. Ich habe 85 Länder kennengelernt."

Nicht selten kam Schneider auch mit der High Society in Kontakt. In Moskau traf er zum Beispiel Michail Gorbatschow: "Mit ihm habe ich gut gegessen!" Sehr eng befreundet war der Pölzer mit Luca Cordero Lanza di Montezemolo vom italienischen Autobauer Ferrari.

Mit 64 Jahren ging Schneider in den Ruhestand. "Die ersten drei, vier Jahre waren hart. Ich hatte unheimlich viele Kontakte, die ich so langsam auslaufen ließ, aber ich telefoniere noch des öfteren mit Singapur, Spanien oder Italien."

Bei der Frage, welches Land ihm besonders gefallen habe, muss Schneider nicht lange überlegen: "Wenn man die Vor- und Nachteile abwägt, dann ist es Südafrika." Die USA würde er dagegen meiden: "Geschäftlich waren die Amerikaner ein ganz schwieriges Volk."

Seinen Lebensabend verbringt Schneider mit seiner Ehefrau Christa in seinem beschaulich Geburtsort Pölz. Hier war er auch 30 Jahre Jagdpächter des Reviers Willmersreuth und Motschenbach.

Für die Marktgemeinde Mainleus überbrachte Dritter Bürgermeister Dieter Pöhlmann die Glückwünsche, auch die evangelische Kirchengemeinde gratulierte herzlich zum 80. Geburtstag. Werner Reißaus