Es geht vorwärts bei der Feuerwehr Löbelstein: Die Zahl der Aktiven ist um drei auf 32 gestiegen. Das gab Kommandant Stefan Reingruber bekannt. Insgesamt hat die Wehr 66 Mitglieder. Nach dem einsatzreichsten Jahr 2018 folgte 2019 eines der ruhigsten Jahre mit nur sechs Alarmierungen: dreimal Brand, zweimal technische Hilfeleistungen und einmal Gefahrgutzug. Verkehrsabsicherungen und Sicherheitswachen schlugen fünfmal zu Buche.

Gute Aus- und Weiterbildung sind das eine, moderne und zeitgemäße Ausrüstung das andere, betonte Reingruber in seinem Bericht. Die Stadt investierte in eine Wärmebildkamera, LED-Handlampen, ein Hohlstrahlrohr, eine Checkbox (Atemschutzüberwachungscomputer) und ein Einsatztablet für das Löschfahrzeug.

30 Jahre nachdem das Feuerwehrhaus gebaut wurde, sei endlich ein Telefon- und Internetanschluss eingebaut worden, so der Kommandant. Der Verein investierte in einen Computer inklusive Alarmsoftware und Alarmmonitor - letzterer eine Spende des Kameraden Kay.

Was die Erweiterung des Feuerwehrhauses angeht, hinke man "dem Zeitplan bereits jetzt ein Jahr hinterher", merkte Reingruber an. Er erinnerte daran, dass laut Beschlussvorlage die Planungen 2019 abgeschlossen sein und 2020 mit dem Bau begonnen werden sollte. "Ich gehe davon aus, dass die Erweiterung aufgrund der aktuellen Baukonjunktur nicht in den nächsten zwei Jahren fertiggestellt wird". In Creidlitz sollte bereits 2017/18 mit dem Bau begonnen werden, bis jetzt sei dort jedoch noch kein Bagger gerollt, sagte Reingruber.

Die Hauptversammlung war stark geprägt von Dankesworten des Kommandanten an Coburgs scheidenden Oberbürgermeister, Norbert Tessmer. "Du warst in den letzten sechs Jahren bei jeder Hauptversammlung und bei fast jedem Fest." Das mache schon etwas her, wenn der OB bei seiner "kleinen" Ortsfeuerwehr regelmäßig vorbeischaue.

Tessmer habe für jedes Anliegen ein offenes Ohr gehabt, und immer wieder gesagt: "Stefan, du kannst mich jederzeit anrufen". Tessmer habe mit Löbelstein um die anderen Wehren im Coburger Osten gekämpft. Unter ihm sei die Wehr gewachsen, und es seien wichtige Weichen für die Zukunft der Feuerwehr Löbelstein gestellt worden, lobte Reingruber. Er hoffe, dass sich der neue OB genauso einsetzen werde.

Bei der nächsten Alarmierung mit dem Stichwort "Flugplatz" werde auch die Feuerwehr Löbelstein mit alarmiert, versprach Stadtbrandrat Christian Duda. Bei einem vergangenen Einsatz war die Vorortfeuerwehr von der Leitstelle nicht alarmiert worden, hatte zuvor Reingruber kritisiert. In der Nacht zum 16. Mai wird ab 22 Uhr eine Grundübung im Tunnel der ICE-Strecke durchgeführt werden. Der Stadtbrandrat rechnet mit 600 bis 800 Beteiligten.

Etwa 400 Teilnehmer werden beim Bezirksleistungsmarsch am 12. September dabei sein, so Duda. Er hoffe auf Unterstützung durch die Löbelsteiner Wehr. Unangekündigt werde es eine Alarmübung für die Wehren Creidlitz, Bertelsdorf und Löbelstein geben.

In seinem Rückblick versicherte OB Tessmer, dass er mit der Feuerwehr Löbelstein aufs Engste verbunden sei. "Hier werde ich verstanden." Das Stadtoberhaupt dankte den Kameraden für ihren Einsatz, auch im gesellschaftlichen Leben im Coburger Osten. Vor großen Schadensfällen sei man in letzter Zeit glücklicherweise verschont geblieben. Dennoch, so Tessmer, sei das ehrenamtliche Element ganz wichtig.

Für 40 Jahre aktiven Feuerwehrdienst wurde Martin Herr ausgezeichnet. Seit 20 Jahren ist Christopher Herr aktiv bei der Feuerwehr Löbelstein. Peter Zimmermann wurde für zehn Jahre im Verein geehrt. Das Sportabzeichen in Gold legte Johannes Köhler und in Silber Mihai Vasile ab. des