Ein massiv verspäteter 20-Minuten-Auftritt von Jason Derulo in Hallstadt hat für großen Ärger gesorgt. Jetzt übt sein Tourmanager deutliche Kritik am Veranstalter.
Der Veranstalter Mathias Jopert von der "Marketing Gruppe Bamberg" kritisierte Derulos Verhalten in einem Instagram-Post als "nicht professionell" und berichtete von skurrilen Last-Minute-Forderungen nach 32 Flaschen Premium-Champagner und -Tequila. Derulo verteidigte sich selbst mit der Aussage, es habe sich nur um eine Aftershow-Party gehandelt. Nun meldet sich erstmals Ono Fiore, Tourmanager von Jason Derulo, gegenüber inFranken.de zu Wort und schildert seine Sicht auf den Auftritt.
"Massiver Imageschaden für Jason Derulo": Tourmanager kritisiert Chor-Auftritt
"Vertraglich vereinbart waren genau 20 Minuten Auftritt sowie ein vorheriger Aufenthalt im VIP-Bereich", erklärt Fiore. Jason Derulo wurde demnach in Hallstadt "für eine Clubshow gebucht - nicht für ein Konzert", so Fiore weiter. "Dass vom Veranstalter ein Konzertrahmen suggeriert wurde, ist aus unserer Sicht ein Vertragsbruch", sagt er gegenüber inFranken.de. "Der Veranstalter hatte die Bühne wie bei einem Konzert aufgebaut, mit allen möglichen Extras, was einen Konzertcharakter vermittelte, der vertraglich jedoch überhaupt nicht festgehalten war", moniert er. "Tickets für Konzerte sind deutlich teurer als übliche Clubeintrittspreise. Fans zahlen entsprechend mehr und können dann auch ein vollständiges Konzert erwarten - aber eben nicht in einem Club-Setting."
Zudem kritisiert er, dass "dort davor ein Männerchor aufgetreten ist, was einen massiven Imageschaden für Jason Derulo darstellt", da dies aus seiner Sicht nicht zum Charakter einer Clubshow passe. "Zu Absprachen bezüglich anderer Künstler, die bei der Show auftreten sollten, steht nichts im Vertrag", erläutert hingegen Veranstalter Jopert im Gespräch mit inFranken.de. Gleichzeitig habe der Veranstalter einen Technik-Rider (Anforderungen, Bemerkung d. Red.) erhalten, "in dem stand, dass wir Spezialeffekte wie CO2-Jets, Nebel, Pyro und Konfetti bereitstellen sollen", erläutert Jopert. "Deshalb war für uns klar - und es wurde uns auch so kommuniziert, dass das Ganze auf der Bühne stattfindet."
Auch die Auftrittszeit bleibt ein Streitpunkt. "Wir hatten anfangs die Aftershow nach dem Konzert in München gebucht. Vertraglich wären es 20 Minuten Auftritt gewesen", so Jopert. Dann jedoch sei eine Änderung erfolgt: "Wir einigten uns auf eine Clubshow sowie einen Gesamtaufenthalt von einer Stunde und 20 Minuten von Jason Derulo. Zusätzlich konnten wir die Playtime 'frei wählen'", sagt er im Gespräch mit inFranken.de. Diese Änderungen seien "telefonisch und per WhatsApp vereinbart" worden, nachdem die ursprünglichen Verträge bereits unterschrieben gewesen seien.
"Für einen Superstar völlig normal": Das steckt hinter der teuren Tequila-Forderung
Zum größeren Konflikt kam es dann, das bestätigen beide Seiten, wegen 32 Flaschen Champagner und Tequila, die Jason Derulos Management angefordert hatte. Dieser Getränke-Rider sei "bereits in der Vorwoche, spätestens am Sonntag" übermittelt worden, so der Tourmanager. Der Veranstalter habe die Anforderungen "schlicht nicht erfüllen" wollen, glaubt Fiore.
"Für einen Superstar dieser Größenordnung ist es völlig normal, dass es gewisse Getränkeanforderungen gibt – er hat schließlich immer eine große Gruppe an Tänzern, MCs, DJs und technischen Support bei sich", erklärt er. "Veranstalter, die mit solch großen Stars arbeiten und diese bewerben, wissen das im Normalfall auch", fügt Fiore hinzu. "Den Getränke-Rider haben wir am Montag um 12.49 Uhr per WhatsApp erhalten", berichtet dagegen Jopert.
Er habe "darauf hingewiesen, dass die geforderte Menge so nie abgesprochen war", sagt der Veranstalter. "Wir sprechen dabei von rund 200 Euro pro Flasche für die entsprechenden Marken. Vier der Flaschen konnten wir hier in der Region so kurzfristig nicht besorgen", erklärt Jopert. "Der Tourmanager betrat kurz vorher den Raum, zählte die Flaschen und erklärte, dass vier Flaschen fehlten – konkret ein relativ teurer Tequila, der Don Julio 1942. Es hieß dann, wir könnten die fehlenden Flaschen bezahlen, ansonsten würden sie nicht auftreten", berichtet Jopert.
"Überlegt, ob Jason Derulo überhaupt auftreten soll": So lief der Flaschenstreit ab
Er sei daraufhin "mit dem Tourmanager zum Bankautomaten gefahren und habe den 'ausstehenden Betrag' bezahlt", erzählt der Veranstalter. Tourmanager Fiore hingegen betont, man habe letztlich "für die Fans" gespielt. "In Stuttgart war es ein ähnlicher Fall: Dort ist die Veranstaltung ganz ausgefallen, weil sich der Veranstalter nicht an die Flaschenanforderungen gehalten hat. In Köln, Düsseldorf, Augsburg, München und Pforzheim hingegen hat es normal funktioniert."
Das Team habe "zunächst überlegt, ob Jason Derulo überhaupt auftreten soll", so Fiore weiter. "Da wir aber bereits vor Ort waren und so viele Menschen so lange gewartet hatten, haben wir uns entschieden", sagt Fiore. "Für uns ist es wichtig, den Gästen klarzumachen, dass diese Situation nicht auf Jason Derulo oder sein Management zurückzuführen ist. Es war der Veranstalter, der mit falschen Erwartungen gespielt hat", kritisiert der Tourmanager.
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