Kinder mit Behinderung zu Pornografie genötigt? Hinweisen aus den USA führen nach Franken

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Ein Mitarbeiter einer fränkischen Betreuungseinrichtung soll kinderpornografische Aufnahmen gemacht und geteilt haben. Ermittler wurden durch einen Hinweis aus den USA auf den Verdächtigen aufmerksam und fanden belastendes Material.

Ein 33-jähriger Angestellter und Heilerziehungspfleger einer fränkischen Betreuungseinrichtung für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen soll kinderpornografische Aufnahmen erstellt haben. Daher befindet er sich nun in Untersuchungshaft, wie die Zentralstelle Cybercrime und die oberfränkische Polizei am Donnerstag (11. März 2026) gemeinsam mitteilten.

Auslöser der Untersuchungen war ein Hinweis aus den USA durch das National Center for Missing & Exploited Children (NCMEC), wonach zahlreiche Videos mit kinderpornografischem Inhalt auf eine Cloud hochgeladen worden waren. Daraus habe sich ein Anfangsverdacht gegen den Mann ergeben.

Kinderpornografische Aufnahmen hochgeladen: 33-Jähriger in Untersuchungshaft

Bei Durchsuchungen in mehreren Objekten in den Landkreisen Kulmbach und Hof seien elektronische Speichermedien mit kinderpornografischem Material sichergestellt worden. Eine erste Überprüfung habe die Anschuldigungen gegen den Mann bestätigt: Es hätten sich Anzeichen ergeben, dass der Mann Bild- und Videoaufnahmen während seiner Arbeitszeit in der Betreuungseinrichtung in den Jahren 2025 und 2026 gemacht habe.

Er soll dabei die "Hilfsbedürftigkeit der von ihm betreuten Personen" ausgenutzt haben, hieß es weiter. Die Kinder und Jugendlichen soll er zum Teil entkleidet und sie im Intimbereich berührt haben, um entsprechendes Bildmaterial produzieren zu können.

Bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung gilt die Unschuldsvermutung. Der Mann sitzt in Untersuchungshaft, wie das Polizeipräsidium Oberfranken berichtet.

Vorschaubild: © NEWS5 / Stephan Fricke (NEWS5)