Bernhard Panzer Die Mittlere Aurach ist an einigen Stellen verbesserungswürdig, was ihre ökologische Qualität angeht. Deshalb sind vom Wasserwirtschaftsamt Nürnberg sechs Maßnahmen für den Flussverlauf im Stadtgebiet von Herzogenaurach, also zwischen Freizeitbad Atlantis und Niederndorf, ausgearbeitet worden. Sie alle sollen die Struktur des Gewässers verbessern, wie es heißt.

Schon vor fünf Jahren hatte das Wasserwirtschaftsamt den Stadtrat darüber informiert, dass Maßnahmen zur Verbesserung der Wasserqualität in der Aurach nötig seien. Der Stadtrat stimmte damals zu. Jetzt wird über ein Konzept für die Umsetzung beraten.

Der Planungsausschuss soll am kommenden Dienstag die geplanten "hydromorphologischen Maßnahmen des Wasserwirtschaftsamtes Nürnberg zur Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) an der Mittleren Aurach" befürworten.

Denn laut der EG-Wasserrahmenrichtlinie werden für Gewässer, die aufgrund struktureller Defizite den sogenannten "guten ökologischen Zustand" verfehlen, gewässerstrukturverbessernde Maßnahmen gefordert. Das berichtet die Stadtverwaltung in ihren Erläuterungen zur Sitzung.

Die Mittlere Aurach bis Mündung in die Regnitz verfehle demnach aufgrund ihrer Defizite im Bereich Fischfauna und Wasserpflanzen/Algenaufwuchs die Zielvorgabe "guter ökologischer Zustand". Die einzelnen Maßnahmen sind konkret ausgearbeitet worden und werden in der Sitzung vorgestellt. Unter anderem geht es darum, eine Belebung des Wassers zu erreichen und Lebensräume zu schaffen.

Beispielsweise könne das durch das Einsetzen von Wurzelstöcken und Steinblöcken geschehen, zitiert BürgermeisterGerman Hacker auf FT-Anfrage die detaillierten Vorschläge. Das schaffe Rückzugsgebiete für Tiere. In Höhe des Freizeitbades Atlantis soll außerdem das Ufer abgeflacht werden. Das entstehende Schilf und Röhrricht würde ebenfalls einen Lebensraum für Fische und Amphibien schaffen. Totholz und Wurzelstöcke wären darüber hinaus auch im Bereich der Brücke in Hauptendorf denkbar.

Die Vorschläge hat das Wasserwirtschaftsamt Nürnberg in Abstimmung mit der Stadt und dem Fischereiverein Herzogenaurach erarbeitet. Die Kosten für die Umsetzungs und zukünftige Pflege trägt das Wasserwirtschaftsamt Nürnberg. Die dabei generierten Ökopunkte sollen im Ökokonto des Wasserwirtschaftsamtes Nürnberg verbucht werden.