Wenn Hausens Seniorenbeauftragte Gerda Wagner ruft, finden sich viele Senioren ein, denn das angebotene Programm ist abwechslungsreich und interessant. Im Oktober organisierte die Seniorenbeauftragte zum Beispiel einen Ausflug zum Heiligen Berg nach Heroldsbach, und 75 Senioren aus Hausen und Wimmelbach nahmen daran teil. "Viele waren neugierig auf die Erscheinungsgeschichte der Seherkinder und der heiligen Muttergottes", erzählte Gerda Wagner.

Die Senioren wurden von Pater Ludwig Müller, dem Leiter der Gebetsstätte Heroldsbach, begrüßt. In der Kirche gab er einen Überblick über die Geschichte und die Geschehnisse von damals. Im Oktober 1949 hatten vier Mädchen angegeben, dass ihnen die Muttergottes erschienen sei. An diesem Ort ist die Gebetsstätte entstanden.

Danach beteten die Senioren einige Fürbitten und sangen Lieder. "Pater Ludwig zeigte uns die Stelle, wo die Gottesmutter mit ihrem Fuß auf die Erde getreten und wo sie im Wald erschienen sein soll. Er zeigte uns, wo die Seherkinder das Zeichen ,JSH‘ erkannt hatten. Das war schon für viele ein besonderes Erlebnis", sagte Gerda Wagner.

Im großen Glasgebäude verehrte die Gruppe dann die Gottesmutter. "Der dortige Blumenschmuck hat mich sehr beeindruckt", sagte die Seniorenbeauftragte. Im Anschluss gab es im Pilgerheim Kaffee und Kuchen für die Senioren und einen Film über die Entstehungsgeschichte der Gebetsstätte. "Dass die Kirche die Erscheinung damals nicht anerkannte und ihre Gläubigen, die zum Berg gingen, exkommunizierte, finde ich sehr schlimm. Heute ist der Erscheinungshügel von der Kirche anerkannt und es werden viele Messen gehalten", berichtete Gerda Wagner. Für sie und die Senioren war es ein lehrreicher Ausflug.