Der Haushalt 2020 der Verwaltungsgemeinschaft Marktleugast steht. Die Gemeinschaftsversammlung verabschiedete das von Kämmerin Mandy Knarr vorgestellte Zahlenwerk am Donnerstagabend im Bürgersaal.

Der Verwaltungshaushalt schließt in Einnahmen und Ausgaben mit 988 700 Euro, der Vermögenshaushalt hat ein Volumen von 45 000 Euro. Das bedeutet einen Rückgang um vier Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Von den Gesamtausgaben des Verwaltungsetats sind 142 750 Euro durch sonstige Einnahmen gedeckt, sodass eine Verwaltungsumlage von 845 950 Euro erhoben werden muss. Die Gesamtausgaben des Vermögenshaushalts sind durch eine Rücklagenentnahme gedeckt.

Mehr Einwohner

Für die Berechnung der Verwaltungsumlage ist die Einwohnerzahl am 30. Juni 2019 maßgebend. Sie betrug 4010. Davon fallen auf den Markt Grafengehaig 877 (2018: 868) und auf den Markt Marktleugast 3133 (3118) Einwohner. Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Gesamtumlage um 9,73 Euro auf 210,96 Euro je Einwohner erhöht. Für die Mitgliedsgemeinde Grafengehaig beträgt die Umlage 185 011,92 Euro, Marktleugast muss 660 937,68 Euro zahlen.

Neben der Verwaltungsumlage ist die Finanzzuweisung die ergiebigste Einnahmequelle, sie ist mit 74 000 Euro veranschlagt. Auf Verwaltungs- und Betriebseinnahmen entfallen 78 500 Euro.

Die wichtigsten Ausgaben im Verwaltungshaushalt sind die Personalaufwendungen mit 755 150 Euro. Verwaltungs- und Betriebsausgaben werden in Höhe von 233 550 Euro erwartet. Hierin enthalten sind Kosten von 10 000 Euro für das Informations- und Sicherheitsmanagement. Für den Erwerb beweglichen Anlagevermögens sind insgesamt 45 000 Euro vorgesehen. Hierzu zählen neue PCs, der Austausch eines Servers sowie die Einführung eines Sitzungsmanagements. Am 1. Januar 2019 betrug die Rücklage 366 790 Euro. Nach 50 000 Euro im Vorjahr ist für 2020 eine Entnahme von 45 000 Euro geplant.

"Die Verwaltungsgemeinschaft hat weiterhin keine Schulden. Die Investitionen sind wichtig, wir müssen mit der Zeit gehen", sagte VG-Vorsitzender Bürgermeister Franz Uome.

Sein Grafengehaiger Kollege Werner Burger blickte ebenfalls auf einen grundsoliden Haushalt. Die Investitionen in den EDV-Bereich seien notwendig.

Der Verabschiedung des Haushaltsplans samt Finanzplanung erfolgte einstimmig. Kreditaufnahmen für Investitionen sind nicht vorgesehen, auch werden keine Verpflichtungsermächtigungen im Vermögenshaushalt festgesetzt.

Bei den Kommunalwahlen am 15. März erhalten die ehrenamtlichen Helfer ein Erfrischungsgeld von 40 Euro. Für die Benutzung von privaten Laptops am Wahlabend wird zudem eine Entschädigung von 20 Euro gewährt.

Überschuss im Jahr 2018

Franz Uome hatte zu Beginn der Sitzung die Jahresrechnung 2018 bekanntgegeben. Sie schließt im Verwaltungshaushalt mit 894 509 Euro und im Vermögenshaushalt mit 67 953 Euro. Der Überschuss von 61 411 Euro konnte der allgemeinen Rücklage zugeführt werden. Einstimmig nahm das Gremium das Ergebnis zur Kenntnis. Zudem wurde die Verwaltung beauftragt, die örtliche Prüfung zu veranlassen.