Hinter Christian Tremel liegen anstrengende Tage. Nachdem Sponsor und Vorstandsmitglied Klaus Schillig vor drei Wochen die finanziellen Probleme des Fußball-Landesligisten VfL Frohnlach offengelegt hatte und damit das drohende Aus des Traditionsvereins, der seit über 30 Jahren zu den fußballerischen Aushängeschildern der Region Coburg gehört, deutlich Gestalt annahm, hatte sich der sportliche Leiter des VfL ein großes Ziel gesetzt. Er wollte mit Noch-Coach und Urgestein Bastian Renk verhindern, dass Frohnlach nicht von der Fußball-Bildfläche verschwindet.

Jetzt haben die beiden womöglich mehr als einen Etappensieg errungen. "Ein Großteil der Mannschaft hat zugestimmt, die Saison beim VfL zu Ende zu spielen", erklärte Tremel bei unserem Partnerportal anpfiff.info.

Lediglich die bereits als Abgänge vermeldeten Ludwig Scheler (Spielertrainer beim TSV Sonnefeld), Daniel Oppel (Spielertrainer beim TSV Grub am Forst) sowie Lukas Riedel (SV Friesen) werden, wenn die Saison im September fortgesetzt wird, nicht mehr im Kader stehen. Der Rest will mithelfen, dem VfL eine Perspektive für die Zukunft zu geben. Eine durchaus überraschende Wende, zumal der Bayerische Fußballverband in der vergangenen Woche ein Sommerwechselfenster geöffnet hatte.

Kader von 15 Spielern

"Ich kann den Jungs nur meinen größten Respekt zollen, dass sie das durchziehen", sagt Tremel. Vor allem Leistungsträger wie Tayfun Özdemir oder Dominik Schmitt dürften begehrt sein. Auch wenn der künftige Kader mit gut 15 Spielern personell dünn besetzt ist, zeigt sich Christian Tremel zuversichtlich, dass die Spielerdecke ausreicht, um die noch ausstehenden Partien, aber auch die zusätzlichen neuen Wettbewerbe gut über die Bühne bringen zu können. red