Der Ehrungsabend des VdK-Ortsverbands Neuses, zu dem der VdK-Kreisvorstand in die Gaststätte "Zum schwarzen Bären" nach Beiersdorf eingeladen hatte, bildete die Auftaktveranstaltung, um dem Ortsverband wieder Leben einzuhauchen. Mehr als 50 Mitglieder, die in den vergangenen vier Jahren zur Ehrung vorgesehen waren, waren zu diesem Abend eingeladen und wurden für ihre langjährige Treue mit den entsprechenden Abzeichen und Urkunden des Sozialverbandes ausgezeichnet. Seitens des Kreisverbands wurde ihnen für ihre langjährige Verbundenheit mit Präsenten gedankt.

Seit mehr als 65 Jahren gehört dem VdK Theofried Geilling an. "Er trat schon als Jugendlicher ein", erklärte dessen Frau Renate Brenner. Nachdem ihr Mann aus gesundheitlichen Gründen nicht anwesend sein konnte, nahm sie die Auszeichnung in Empfang.

Geehrt wurden aus dem Jahr 2016: Gerhard Fertsch, Harry Schweinsberg, Elfriede Faber, Arnold Mascha (alle 25 Jahre). Für das Jahr 2017 wurden ausgezeichnet: Ingrid Remshardt, Georg von Peschke (beide 25 Jahre). Aus dem Jahr 2018 erhielten die Ehrungen: Jürgen Scholz (25 Jahre) und Theofried Geilling (65 Jahre). Für ihre Auszeichnungen aus dem aktuellen Ehrungszeitraum standen an: für 25 Jahre Uwe Kaiser und für 30 Jahre Karin Schäfer.

VdK-Kreisvorsitzende Susann Biedefeld nahm gemeinsam mit dem stellvertretenden Vorsitzenden Horst Nikol die Ehrungen vor. "Allen, die sich ehrenamtlich engagiert haben und es noch tun, sage ich ein herzliches Dankeschön", leitete die Kreisvorsitzende ihr Grußwort ein. Sie machte deutlich, dass der Sozialverband VdK vom Ehrenamt lebe, und gab hierzu detaillierten Aufschluss. Dem VdK-Kreisverband gehörten 22 Ortsverbände an, die zum Teil mit hervorragenden Vorstandsteams funktionierten, sagte Biedefeld. Sie sei optimistisch, dass auch der VdK-Ortsverband Neuses wieder Fahrt aufnehme, denn Mitglieder hätten bereits signalisiert, sich dort ehrenamtlich zu engagieren. Einen wichtigen Schwerpunkt in der Arbeit des VdK nehme die Betreuung der Mitglieder ein, die bei ihren Anliegen zudem fachliche und fundierte Unterstützung seitens der Kreisgeschäftsstelle erhielten.

Biedefeld gab einen Überblick der Leistungen und Angebote für Mitglieder und erläuterte die Strukturen des Verbandes. "Allein im Kreisverband Coburg haben wir für unsere Mitglieder 980 000 Euro eingeklagt. Auf dieses Geld haben die Mitglieder einen Anspruch, aber das Geld wollte man ihnen verwehren. Um für unsere Mitglieder deren Rechte zu erreichen beziehungsweise vor Gericht zu erstreiten, dafür sind wir da", führte Biedefeld weiter aus. Mit aktuell über 10 700 Mitgliedern sei der Coburger Kreisverband mit einer der größten Verbände in Stadt und Landkreis Coburg und habe Gewicht. Mit über zwei Millionen Mitgliedern bundesweit, über 712 000 Mitgliedern in Bayern und circa 93 000 Mitgliedern in Oberfranken sei der VdK der größte Sozialverband bundesweit.

Der VdK setze sich für eine gerechtere Sozialpolitik ein und werde hier nicht nachlassen. Dass davon alle profitieren, machte die Kreisvorsitzende allein an der Barrierefreiheit deutlich, von der junge Familien mit Kinderwagen genauso profitieren wie Menschen, die körperlich beeinträchtigt sind, oder Senioren, die beispielsweise altersbedingt auf Hilfsmittel angewiesen sind. "Das geht schon bei den Gaststätten an. Nicht jede ist barrierefrei eingerichtet", stellte Susann Biedefeld fest.

Damit auch das derzeitige Rentensystem gerechter wird, hat der VdK eine Rentenkampagne gestartet. Biedefeld meinte hierzu: "Immer mehr Menschen haben schwindendes Vertrauen in die gesetzliche Rentenversicherung. Hinzu kommt, dass es immer mehr Menschen gibt, die in Altersarmut leben." Deshalb müsse es eine gerechte Rente für alle Generationen, für alle Erwerbstätigen und alle Erwerbsgeminderten geben. Den Ehrungsabend nutzte die Kreisvorsitzende, um die Kampagne zu erläutern und die einzelnen Forderungen des VdKs vorzustellen. Gleichzeitig bat Susann Biedefeld darum, sich an der Großdemonstration am 28. März 2020 in München zu beteiligen und auch im Familien-, Freundes- und Bekanntenkreis für eine Teilnahme zu werben und Mitstreiter zu mobilisieren. Seitens des Kreisverbandes Coburg würden Busse organisiert, um möglichst zahlreich in München mit dabei zu sein. red