Karina Brock Wenn es draußen kracht und knallt, kann drinnen schon mal ein Haustier nervös werden. Trotzdem hat das Tierheim in Oberndorf an Silvester kaum Probleme: "Bei uns ist es dank der rücksichtsvollen Nachbarn relativ ruhig", sagt Miriam Kubitza. Außerdem seien die derzeitigen Bewohner nicht so sensibel. "Das ist ja sehr individuell, wie Tiere auf den Krach und die Lichter reagieren."

Generell leiden ihrer Erfahrung nach Katzen weniger als Hunde, die nach Möglichkeit besser abgeschottet werden sollten. "Wir haben bei den Hunden zum Beispiel extra Fensterläden, die wir bei Bedarf runterlassen können, damit die die Lichteffekte nicht zu sehr mitkriegen."

Tierhalter sollten ihren Hunden beispielsweise eine Höhle in einem eigenen Raum bauen. Der Hund sollte sich dort auskennen, wohlfühlen und zurückziehen können. Er brauche aber auch Raum "herumzutigern", falls die Nervosität zu groß wird.

"Wenn Tiere unruhig sind, sollte man sie auch gewähren lassen." Auf keinen Fall sollte man beruhigend auf sie einreden. "Das ist gut gemeint, bestärkt sie aber in ihrer Angst." Lieber einfach in Ruhe lassen oder gegebenenfalls ein Radio aufdrehen, um von der Geräuschkulisse draußen abzulenken.

Hunde immer an die Leine

Stichwort draußen: In den Tagen um Silvester sollten Hunde beim Gassigehen immer an der Leine sein. Der eine oder andere Kracher geht ja oft schon verfrüht in die Luft - oder jemand meint, er muss seine Reste am 2. Januar verpulvern. "Nicht, dass das Tier abhaut und dann am Ende während des größten Geböllers alleine im Freien ist, weil es sich vor lauter Schreck nicht mehr nach Hause traut."

Katzen sind problemloser

Um Katzen müsse man sich in der Regel keine Gedanken machen. Einfach den normalen Tagesablauf beibehalten. "Die sind sowieso selbstständiger und ziehen sich zurück, wenn es ihnen zu viel wird." Manche würden sich sogar am Fenster die Lichter anschauen.