Andreas Dorsch Was in Höchstadt-Süd schon seit einigen Jahren gilt, soll jetzt auch in den Wohngebieten im Norden der Stadt greifen: Tempo-30-Zonen. Der Verkehrsausschuss des Stadtrats stimmte in seiner jüngsten Sitzung dem Vorschlag der Verwaltung zu, auch im Norden Höchstadts Tempo 30 einzuführen. Nur die Hauptverkehrsadern sollen weiterhin mit 50 Stundenkilometern befahren werden dürfen.

Unstrittig war die Einstufung als Hauptverkehrsstraße bei Großer Bauerngasse, Lindenstraße, Bamberger Straße, Kellerstraße/Kellerberg und Pfarrer-Eckert-Straße. Ob auch auf der Albrecht-Dürer-Straße und dem Kieferndorfer Weg Tempo 30 gelten soll, ist noch nicht entschieden. Hier soll erst mit dem Öffentlichen Personennahverkehr abgeklärt werden, ob auf diesen beiden Straßen eine Tempobegrenzung sinnvoll wäre.

In der Albrecht-Dürer-Straße wäre Tempo 30 rein rechtlich möglich, teilt die Verwaltung mit. Dann müssten die Busse aber auch an jeder Kreuzung rechts vor links beachten und an den kritischen Stellen um Kindergarten und Schulen "wäre die Transparenz nicht mehr gegeben, dass hier besondere Vorsicht walten sollte".

Am Kieferndorfer Weg beklagen sich Anwohner über eine starke Zunahme des Verkehrs und darüber, dass zu schnell gefahren wird. Die Polizei lehnt in einer Stellungnahme Tempo 30 für den Kieferndorfer Weg ab und sieht ihn als Zubringerstraße für die Wohngebiete. Bei Kontrollen seien hier keine "signifikanten Geschwindigkeitsüberschreitungen" festgestellt worden. Alexander Schulz (CSU) forderte eine dringende Sanierung der Straße und hält die Stellungnahme der Polizei für nachvollziehbar. Im Beschluss wurde festgehalten, bei der Sanierung auch Flüsterasphalt in Erwägung zu ziehen. Vorerst soll auf Kieferndorfer Weg und Albrecht-Dürer-Straße noch Tempo 50 gelten.

Eigentlich ist im neuen Etzelskirchener Baugebiet die Verlängerung der Schleienstraße hinunter zur Verbindungsstraße Etzelskirchen-Nackendorf als Fuß- und Radweg gekennzeichnet und nur für landwirtschaftlichen Verkehr freigegeben. Offensichtlich haben hier "Rambos" (laut Bürgermeister Gerald Brehm) Absperrpfosten an der Grenze zum Baugebiet entfernt. Nun wird der Weg von vielen Autofahrern als Abkürzung genutzt. Weil das so nicht vorgesehen ist, sollen die Absperrungen wieder angebracht werden.