Ramsthal  —  Um mehr Raum im Gemeinde-Bauhof zu schaffen, wurde vor einigen Jahren ein Hang unterhalb einer Stützmauer zu höherliegenden Grundstücken abgetragen. Dabei wurde deren Fundament freigelegt und die Mauer hat an Stabilität verloren. Die geschätzten Kosten, um hier Sicherheit zu schaffen, liegen bei 28 000 Euro. "Wir müssen hier was machen, bevor wir die Gärten wiederherstellen dürfen", meinte Bürgermeister Rainer Morper. Es sollen nun ein Angebot eingeholt und die Kosten der Maßnahme im noch zu erstellenden Haushalt 2020 eingeplant werden.

In der letzten Sitzung wurde die Idee einer WC-Anlage am Terroir-f-Punkt besprochen. Inzwischen ist eine Kostenschätzung erfolgt, die bei 39 000 Euro liegt. Alfred Gündling (CSU-Wählergruppe) wies darauf hin, dass diese Idee hinsichtlich einer Schädigung der erfolgten Forderungen beim Terroir-f-Punkt geprüft werden solle. Nun sollen die Vereine angesprochen werden, ob sie eine finanzielle Unterstützung leisten können und wollen. Aus dem Gremium gab es bereits Signale, die gegen die WC-Anlage und eine alternative Lösung sprachen.

Der angedachte Ersatz des undichten Daches einer Weinberghütte durch eine Aussichtsplattform würde 20 000 bis 22 000 Euro kosten. Dieser Betrag ist dem Gemeinderat zu hoch. Nun soll einem Vorschlag von Stefan Sixt (CSU-Wählergruppe) folgend ein Angebot für eine fachgerechte Reparatur des Daches eingeholt werden.

Die vom Gemeinderat geforderte Befragung der erfassten Interessenten für das neue Baugebiet am Wengert II brachte acht Zusagen für die 16 zur Verfügung stehenden Bauplätze. Fünf Interessenten traten zurück und von sechs weiteren steht die Antwort noch aus. Das Bauplatzangebot soll nun nach einem Vorschlag von Markus Lomb (CSU-Wählergruppe) bekannter gemacht werden.

Holzkreuz neu aufgestellt

An der Kapelle war ein Holzkreuz mit einer Christusfigur umgestürzt. Inzwischen wurde das Kreuz neu aufgestellt, die Figur ist aber nach Gutachten von Fachleuten nicht wiederherzustellen. Der Gemeinderat entschied sich für eine neue Figur aus Lindenholz zum Preis von 3900 Euro. Eine Figur aus Eiche wären mindestens 2000 Euro teurer geworden. Der Dettelbacher Wallfahrtsverein unterstützt die Maßnahme mit einer Spende. Weitere Zuwendungen sind der Gemeinde willkommen.

Ladestation für E-Bikes

Naturstrom, der Partner der Gemeinde für regenerative Energie, würde in der Gemeinde eine Ladestation für E-Bikes errichten. Die Kosten von 3000 Euro würden von Naturstrom getragen. Die Unterhalts- und Anschlusskosten wären durch die Gemeinde zu tragen. Der Gemeinderat sprach sich für die Säule aus und sucht nun nach einem geeigneten Standort.

Auch für E-Mobile kann eine Station durch Naturstrom angeboten werden. Die Kosten von 7000 Euro würden zur Hälfte vom Energieunternehmen getragen. Die Gemeinde sollte die andere Hälfte tragen. Als Standort ist beispielsweise der Festplatz im Gespräch. Der Bürgermeister möchte nun noch ein Gespräch mit Naturstrom hinsichtlich der Kostenteilung führen.

Nachdem die Trassenführung von Südlink die Gemeinde deutlich berühren wird, droht nun eine weitere Stromtrasse von Tennet für eine 380 kV-Wechselstromleitung. Nach Angaben des Bürgermeisters gibt es für das Projekt, das von Dipperz in Hessen nach Bergrheinfeld führen soll, noch keine konkreten Trassenpläne. Die Gemeinde Ramsthal könnte aber wieder betroffen sein. "Wir haben bereits die Trasse von Südlink und brachen keine weitere Belastung", meinte Morper. Die Gemeinde will sich nun am sich formierenden Widerstand gegen die Pläne des Netzbetreibers beteiligen.

Dem Tekturplan eines Bauwilligen im Schäffthal stimmte der Gemeinderat zu. Ein Carport soll nun etwas länger als ursprünglich geplant werden. Intensiver beschäftigte sich der Gemeinderat erneut mit den Plänen eines Bauwilligen am Reichlersweg. Hier war vor einigen Sitzungen Aufklärung für die konkreten Pläne hinsichtlich Kanal und Wasseranschluss sowie der Zufahrt gefordert worden. Hinsichtlich der Anschlüsse scheint die Lösung mit Grunddienstbarkeiten betroffener Grundstück geklärt zu sein. Hinsichtlich der geplanten Zufahrt kam es dann doch wieder zu Diskussionen. Roland Herterich stellt fest, dass die Anforderungen des Bebauungsplanes für ein angrenzendes Firmengrundstück des Bauwilligen hinsichtlich der Heckenbegrünung und Sichtschutz bislang nicht umgesetzt wurden.

Der Bau einer genehmigten Halle auf dem Firmengelände, welche die Zufahrtsstraße berühren würde, wurde zwar begonnen, ruht aber seit längerer Zeit nach Errichtung des Fundaments und einer Mauer. Der Gemeinderat sieht hier weiteren Gesprächsbedarf und wird sich in der nächsten Sitzung erneut dem Thema widmen. Auf dem Flurstück 5801 am Urbanusweg ist der Bau eines Balkons zwischen Wohnhaus und Betriebsgebäude geplant. Der Gemeinderat stimmte dem Plan zu.