Sie stehen oft im Hintergrund und scheuen das Rampenlicht. Dabei ist ihre Arbeit so wertvoll. Sie sind "stille Stars", und 27 von ihnen hat der Bayerische Landes-Sportverband (BLSV) im Schützenhaus Kronach geehrt.

Bezirksvorsitzende Monika Engelhardt überreichte ihnen eine Glasstele und eine Urkunde als äußeres Zeichen des Dankes. "Die stillen Stars sind oft unentbehrliche Stützen eines Vereins. Sie stellen sich nie in den Fokus, sondern überlassen das anderen", so Engelhardt. Ob als gute Seele des Vereins, als Mädchen für alles oder als Helfer im Hintergrund - oft über Jahrzehnte seien die Ehrenamtlichen mit Herzblut, Überzeugung, nie enden wollender Energie und Tatkraft tätig.

"Die stillen Stars werden oft vergessen, da tut die heutige Ehrung gut", sagte BLSV-Präsidiumsmitglied Kloty Schmöller. Sie machten die Gesellschaft etwas wärmer und liebenswerter. "Ohne Sie gäbe es ein Vereinsleben in dieser Form nicht."

In den Laudationes der einzelnen Kreisvorsitzenden wurden die Verdienste der 16 Geehrten mehr als bewusst. Einer von ihnen ist Kurt Kolb vom SV Motschenbach. Er war 25 Jahre Jugendleiter des Sportvereins, danach brachte und bringt er seine "Freizeit" für das Ehrenamt ein. Er mäht das Spielfeld, hält die Geräte instand und ist immer zur Stelle, wenn jemand für eine Aufgabe gebraucht wird. "Das Sportgelände deiner Fußballer liegt dir besonders am Herzen", drückte es BLSV-Kreisvorsitzende Lothar Seyfferth treffend aus.

Mit Horst Metzner vom TSV Melkendorf wurde zudem ein Prototyp ausgezeichnet, bei dem ebenfalls die Pflege der Außenanlagen des Sportplatzes im Fokus steht. Zudem kümmert er sich seit Jahren darum, dass das Sportheim in Schuss bleibt. Sein Motto lautet: "Ein offizielles Amt nehme ich nicht an, bin aber als Helfer immer für meinen TSV da." Den Abend umrahmte die Tanzgruppe "Mirabesque". Horst Wunner