Wenn Kinder sterben, ehe sie das Licht der Welt gesehen haben, dann mögen betroffene Eltern nicht Begriffe verwenden wie Totgeburt oder Fehlgeburt. Für solche Kinder hat sich der Begriff "Sternenkinder" etabliert. Auf dem Neustadter Hauptfriedhof soll es künftig eine eigene Fläche geben, die für die Beisetzung von Sternenkindern reserviert wird.
Der Verwaltungssenat traf noch keine endgültige Entscheidung für die Gestaltung dieses Ortes. Ausgesucht wurde zunächst eine Fläche, auf der bereits Bäume vorhanden sind. Dort könnten Beisetzungsmöglichkeiten rund um die Stämme geschaffen werden. Denkbar wäre auch dort eine Stele zu errichten, die an aufgestellte Bauklötze erinnert. Die Erfahrungen auf anderen Friedhöfen zeige, das manche Eltern einen Namen auf einer Tafel anbringen möchten, andere hingegen nicht, weil für das Kind vielleicht noch gar kein Name festgelegt war. All dies soll bei der Gestaltung der Fläche noch berücksichtigt werden.
Hintergrund war, dass bei der Friedhofsverwaltung immer wieder nach solch einer Möglichkeit gefragt wurde. Der Senat erkennt an, dass es für die Trauerbewältigung wichtig ist, einen Ort der Erinnerung zu haben. Den soll es bald geben.