Um die Schule ging es in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats. Schulleiterin Sigrid Nöth-Nix gab eine Überblick über die Schulsituation der vierklassigen Grundschule. Bürgermeister Marco Friepes (CSU) berichtete über den Stand der Sanierungsmaßnahmen.

Im Wissen, dass wegen Corona-Infektionen Klassen des Ehrenbürg-Gymnasiums in Quarantäne gehen mussten, setzt sie darauf, dass der kleinen Schule mit 65 Schülern Ähnliches erspart bleibt. "Ich denke, wir können es besser stemmen."

Allerdings könne man die Klassen nicht möglichst getrennt halten; nur auf dem Pausenhof klappe das. Aber nicht im Religionsunterricht, der jahrgangsübergreifend erteilt wird, und auch nicht, weil etliche Lehrer an mehreren Schulen im Einsatz sind. Während des Lockdowns arbeitete man viel mit Videokonferenzen, auch das habe teilweise auch zu erheiternden Ergebnissen geführt.

Ansonsten erhielten die Weilersbacher Schüler, so Nöth-Nix, am Freitag ihre Wochenaufgaben, die sie bis zum nächsten Freitag erledigen mussten. "Der Weg zur Schule war dann die Sportstunde."

Ab April unterrichtete man in fünf Gruppen je drei Stunden am Tag. "Weniger Homeschooling, das ist der Vorteil der kleinen Schule", betonte sie.

Auch in diesem Schuljahr beginnt für alle der Unterricht um acht Uhr. Die 15 Erstklässer konnten mit ihren Eltern kommen. Nur auf den Verkehrsflächen müssen die Schüler Masken tragen.

Aber eine Panne gab es beim Schulstart doch: Der Strom war wegen der Bauarbeiten ausgefallen. Das hat trotzdem etwas Gutes. Die Baufirma spendiert als Entschädigung einen Geldbetrag für die Einrichtung eines Schulwalds.

Das Gelände oberhalb des Hutkellers am Fuß der Langen Meile soll ein pädagogisches Aushängeschild der Weilersbacher Grundschule werden. Es war schon länger im Gespräch, aber die Erfahrungen während der Notbetreuung in den Ferien zeigten Sigrid Nöth-Nix, dass bei Weitem nicht alle Schüler die Umgebung von Weilersbach kennen.

Wertschätzung der Natur ist das oberste Unterrichtsziel bei Stunden im Schulwald. Wald ist ein großes Unterrichtsthema in den dritten und vierten Klassen, aber auch andere Fächer lassen sich, so die Schulleiterin, dort gut unterrichten, weil man fußläufig für einzelne Einheiten in den Schulwald gehen kann.

Auch die Mittagsbetreuung am Freitagnachmittag sei dort gut aufgehoben. Sie erhält zudem eine Rutsche dank der Spender. Nöth-Nix ist froh, dass das Personal aufgestockt wurde. Für sie wäre es ein schlimmer Gedanke, müsste sie Betreuungswünsche abweisen. Denn die Antwort wäre klar: Dann muss ich einen Gastschulantrag stellen, weil ich berufstätig bin.

Grundpfeiler

"Naturnah, familiär und digital" sei die Schule und damit ein Grundpfeiler der Weilersbacher Infrastruktur, fasste Friepes zusammen. Die Grundschule arbeite zwar ohne Whiteboards, aber mit I-Pads.

Die Heizung mit Pellets geht am 24. September in Betrieb. teilte Friepes mit. Derzeit sei die Schule eine Großbaustelle mit vielen Gerüsten. "Die Firmen nehmen Rücksicht auf die Kinder", lobte Nöth-Nix. Das Dach werde saniert und die Flaschnerarbeiten stehen an. Die Sanierung des Turnhallendachs folgt im kommenden Sommer.

Bis Pfingsten kann die Halle genutzt werden, auch von Vereinen. Da auch noch Vollwärmeschutz ansteht, wird nochmals ein Gerüst errichtet. Es soll auch für den Aufbau einer Photovoltaik-Anlage genutzt werden.