Zahlreiche Bewohner der angrenzenden Mariensiedlung, Gemeinderäte sowie Mitglieder des Kirchenrats verfolgten den Festakt zur Freigabe der neu geschaffenen östlichen Zufahrt zum kommunalen Friedhof. Ebenso dabei waren Mitarbeiter des Bauhofs und Vertreter der an der Realisierung der aufwendigen Tiefbaumaßnahme beteiligten Baufirmen.

Für den kirchlichen Segen für die in Rekordzeit verwirklichten Maßnahme waren die Seelsorger Pfarrer Dirk Acksteiner (evangelische Kirchengemeinde) und Pater Peter Uzor (katholische Kirchengemeinde St. Marien) zuständig. Dazu gehörte auch ein mit den Zuschauern gemeinsam gesprochenes Gebet.

Alle Hürden überwunden

Vor dem obligatorischen Bandschnitt informierte Bürgermeister Michael Keilich über die finanzielle Förderung der Maßnahme, mit der ein kritisierter "städtebaulicher Missstand" beseitigt worden sei. Bisher habe die von Anliegern geduldete Zufahrt über eine zu schmale Privatstraße geführt. Insbesondere bei Beerdigungsfeiern habe sich zudem mangelnder Parkraum für Fahrzeuge negativ abgezeichnet. In Gesprächen mit der katholischen Kirchengemeinde und dem Erzbistum Bamberg seien unter Einbindung des gemeindeeigenen Grundstücks Friedhofswiese und nach Überwindung bürokratischer Hürden Lösungsmöglichkeiten diskutiert und gefunden worden.

60-prozentige Förderung

Ausbleibende Gewerbesteuereinnahmen hätten den schon im Haushaltsjahr 2019 vorgesehenen Baubeginn zu diesem Zeitpunkt verhindert. Schließlich habe die 60-prozentige Förderung durch Freistaat und Bund (Keilich: "Für uns ein warmer Regen.") im Rahmen des städtebaulichen Entwicklungskonzeptes die Zustimmung im Gemeinderat erleichtert. Im Gesamtaufwand von 520 000 Euro seien Kosten für Ver- und Entsorgungsleitungen, Wasser-, Kanal- und Elektroarbeiten enthalten. Außerdem beteilige sich die Kirche mit einem Anteil von 90 000 Euro für realisierte Verbesserungen rund um Sankt Marienkirche und Pfarrgemeindehaus.

Planer und Bauleiter Klaus Müller (Ingenieurbüro IVS Kronach) listete die ausgeführten Arbeiten auf: 500 Kubikmeter Erdarbeiten, 800 Kubikmeter Bodenverbesserung, 150 Meter Straßenbau und 300 Quadratmeter Pflasterflächen mit Schaffung von 20 Pkw Stellflächen. Gärtnerische Gestaltungsmaßnahmen einschließlich Pflanz- und Grünsaatarbeiten stünden noch an.

Vier Wochen vor Plan fertig

Besonderes Lob zollten Bürgermeister und Bauleiter den Firmen: Nach Baubeginn Ende April konnten diese bereits am 27. Juli Vollzug melden - vier Wochen vor Plan.

Im vorgelagerten Ruhebereich spendet ein Kugelahornbaum in Zukunft Schatten und erinnert an die Maßnahme. Unter Aufsicht von Bürgermeister Michael Keilich waren zum Abschluss des offiziellen Programms mehrere Kinder mit Feuereifer als Pflanz- und Gießhelfer tätig.