Annika Eckert vom Zentrenmanagement in Ebermannstadt informiert, dass der Businesswettbewerb "Stadt-up" verlängert wird. Wer noch teilnehmen möchte, kann sich bis zum 29. Februar im Zentrenmanagement melden.

"Die Verlängerung erfolgte in Absprache mit der Stadt, damit wir den Bedürfnissen der Bewerber entgegenkommen können", sagt Annika Eckert und erklärt, dass die Beratung der Bewerber doch umfangreicher sei als erwartet. Meistens finden mehrere Vorabgespräche statt, und sie unterstützt bei der Verfeinerung der Ideen.

Aktuell gibt es vier Bewerbungen und fünf Interessenten. "Ich bin begeistert von der Nachfrage", berichtet Annika Eckert. Beim Business-Wettbewerb "Stadt-up" können einfallsreiche Unternehmer oder Menschen mit Ideen, die sich selbstständig machen möchten, teilnehmen und unterstützende Dienstleistungen von Kooperationspartnern im Gesamtwert von über 60 000 Euro gewinnen. Mit dem Projekt sollen Leerstände geschlossen und die Innenstadt belebt werden. Vor eineinhalb Jahren entschloss sich die in Nürnberg geborene Floristikmeisterin Nadine Graßer, einen Blumenladen mitten in Ebermannstadt zu übernehmen. "Ich war schon länger selbstständig mit Eventfloristik. Da passte ein Ladengeschäft gut dazu", erzählt die Inhaberin des "Meisterblümchens".

Früher hatte sie Ebermannstadt immer wieder mit den Großeltern besucht und war deshalb auch von der Stadt angetan. "Hier ist es familiär, die Unternehmer kennen sich und tauschen sich aus und es gibt viele Touristen", zählte die Floristmeisterin auf. Bei ihr kaufen Touristen Dekoartikel, die sie als Mitbringsel mit nach Hause nehmen. Nadine Graßer betreibt auch ihre Eventfloristik weiter: "Jetzt kann ich die Kunden in den Laden einladen und nicht nur auf Fotos, sondern in echt was zeigen."

Gleich neben ihrem Laden ist die Buchhandlung "Faust", zu der sie guten Kontakt pflegt. Inhaber ist Michael Holz, der die Buchhandlung im September 2018 eröffnet hat.

"Ebermannstadt ist offensichtlich noch das Zentrum für die umliegenden Dörfer. Hier kommen viele zusammen, um einzukaufen und Dinge zu erledigen", sagt Holz. Ein Vorteil für ihn seien auch die vielen Schulen. "Man merkt auch die Verbundenheit der Menschen mit der Stadt, das hätte ich nicht vermutet", berichtet der Buchhändler und gibt an, dass er glücklich und zufrieden sei, den Laden in Ebermannstadt eröffnet zu haben. Das Projekt "Stadt-up" finde er toll, da aufgrund der Altersstruktur der Ladeninhaber in den nächsten Jahren Wechsel vollzogen würden. "Und da wäre es der schlechteste Fall, wenn es Leerstand gäbe", meint Holz. Für Existenzgründer finde er den Wettbewerb sehr interessant.

Selbstständig mit "Yogaraum"

Auch Nicole Liebscher, die den "Yogaraum" seit April 2019 führt, ist von "Stadt-up" begeistert. Als alleinerziehende Mutter ist die examinierte Krankenschwester und Fachkauffrau für Marketing noch teilzeitbeschäftigt. Nach ihrer Ausbildung zur Yogalehrerin reifte jedoch die Idee, dass sie sich selbstständig machen wollte. Ihre Vision war, einen Ort der Ruhe und Entspannung zu schaffen. Durch Zufall fand sie den Raum in Ebermannstadt. "Ich dachte mir: Ich bin 40, wenn nicht jetzt, wann dann?", erzählt Nadine Liebscher und verrät, dass sie den Schritt bisher nicht bereue. Auch sie ist vom Flair der Stadt und dem Einzugsgebiet begeistert.

"Doch, Ebermannstadt hat viel zu bieten. Und man sieht, dass es Erfolgsgeschichten gibt", meint Annika Eckert. Wenn Ende Februar alle Bewerbungen eingegangen sind, werden diese bis Ende März gesichtet. Anfang April dürfen sich die Bewerber vor der Jury, die aus den unterstützenden Partnern besteht, präsentieren. Ende April findet die Prämierung statt. Danach werden die Gewinner bei der Umsetzung ihrer Projekte unterstützt.