Nach Hammelburg, in die älteste Weinstadt Frankens, führte ein Ausflug des Höchstadter Seniorenkreises von St. Georg. Mal ehrlich - wer denkt bei Frankenwein schon an Hammelburg? Dabei ist das Städtchen an der nördlichen Grenze Unterfrankens umgeben von Weinbergen. In der Stadt gibt es nicht nur eine Winzergenossenschaft (für die kleineren Erzeuger), sondern auch sieben Weinbaubetriebe.

Im Archiv in Würzburg liegt die Originalurkunde, die Hammelburg als die älteste Frankenweinstadt ausweist. Seit im Jahr 777 "hamulo castellum" durch Karl den Großen dem Kloster Fulda übereignet wurde, ist der Weinbau in der Stadt bezeugt. Die von Pia Hackenberg geleitete Gruppe aus Höchstadt konnte die köstlichen Tropfen am Abend verkosten. Doch zuvor war Kunst, Kultur und auch Besinnung angesagt. Dazu nahmen sich die Senioren an ihrer ersten Station Zeit: In der Kirche des einstigen "Klosters Altstadt", heute eine Musikakademie, wurde geistige Einkehr gehalten. Marienlieder und eine besinnliche Rosenkranzmeditation hatte Hackenberg vorbereitet.

Danach gab es einen Stadtrundgang mit zwei Gästeführern. Erstmals urkundlich erwähnt sei die Stadt im Jahr 716, erzählte die Führerin. Um 1241 sei die Stadt mit Mauern, drei Tortürmen und 11 weiteren Türmen umgeben worden. Der Marktplatz ist geprägt von einem mittelalterlichen Brunnen und dem Rathaus. Einschneidendes Ereignis sei ein großer Stadtbrand im Jahr 1854 gewesen. Alle Häuser ringsum habe er in Schutt und Asche gelegt.

Unterwegs gab es herrliche Ausblicke auf Schloss Saaleck und die umliegenden Weinberge, die sich bei herrlichem Sonnenschein in den schönsten Farben präsentierten. Hinter der Stadtpfarrkirche erinnert ein Gedenkstein daran, dass Hammelburg nach dem Krieg Durchgangslager für 220 000 Flüchtlinge aus dem Osten war.

Bei der letzten Fahrt des Jahres gab Pia Hackenberg bekannt, dass sie ein gutes Team habe, in dessen Hände sie künftig die Organisation legen werde. Es werde also auch im nächsten Jahr wieder schöne Fahrten und Ausflüge geben. Evi Seeger