Schottenstein — Die Feuerwehr Schottenstein hatte doppelten Grund zum Feiern. Zum einen konnte die aktive Truppe ihr neues Feuerwehrfahrzeug offiziell in Dienst stellen. Und dann feierte der Feuerwehrverein sein 110. Jubiläum.
"Was lange währt, wird endlich gut", sagte Bürgermeister Werner Thomas bei der Schlüsselübergabe für das neue Fahrzeug. Thomas erinnerte daran, dass die Feuerwehr Schottenstein schon vor zwei Jahren den Antrag auf ein neues Feuerwehrauto gestellt habe. Seither habe es viele Gespräche, Kalkulationen und Gedankenspiele über die Ausstattung gegeben.
"Der Gemeinderat hat sich diese Entscheidung nicht leichtgemacht", gab der Bürgermeister unumwunden zu. "Denn immerhin ist das eine Investition von etwas über 100 000 Euro." Der Freistaat Bayern habe den Kauf aber auch mit 30 500 Euro unterstützt, rund 10 000 Euro kamen von der Feuerwehr selbst und von einigen Spendern. Zieht man noch den Verkaufserlös des Vorgängerfahrzeugs ab, habe das wasserführende Tragkraftspitzenfahrzeug die Gemeinde 66 600 Euro gekostet.
Michael Reubel, katholischer Feuerwehrseelsorger und Mitglied der Feuerwehr Kaltenbrunn, überreichte im Namen der anderen Itzgrunder Feuerwehren ein Pflegeset und ein Mini-Feuerwehrauto für Übungszwecke in der Kinder- und Jugendarbeit.
Pfarrer Eckhart Kollmer wies auf die Anfänge der Schottensteiner Feuerwehr 1905 hin. Er bedauerte einen Trend zum Umbruch des sozialen Gefüges in den bayerischen und fränkischen Dörfern. "Dorfbewohner organisieren sich zum Schutz aller", beschrieb er die Grundidee der Freiwilligen Feuerwehren auf dem Land. mako