Wer sein Haus oder seine Wohnung gegen Einbruch sichern will, dem stehen allerlei Möglichkeiten zur Verfügung, Sicherheitsschlösser an Türen und Fenstern zum Beispiel. Doch zunehmend werden auch sogenannte Smart-Home-Systeme eingesetzt, die die eigenen vier Wände digital schützen sollen - etwa durch Kameras in den Wohnräumen oder mit Vorrichtungen, die die Anwesenheit der Bewohner simulieren sollen.

Christian Wollinger, Leiter der Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle für Coburg, Kronach und Lichtenfels (Kontakt: siehe Infokasten), hält letzteres durchaus für sinnvoll. Die meisten Einbrecher seien Gelegenheitstäter, auf die Licht oder die mögliche Anwesenheit der Bewohner abschreckend wirken könne. "Man kann auch eine Stehlampe mit einer Zeitschaltuhr steuern oder SmartHome für die Anwesenheitssimulation einsetzen", sagt Wollinger. Allerdings sei das nur ein Baustein des Schutzkonzeptes. "Zu aller erst sollte das Haus oder die Wohnung mechanisch abgesichert werden."

Den Einbruchschutz könne jeder schon für kleineres Geld verbessern, betont Wollinger. Die Arbeiten sollten aber unbedingt von einer Fachfirma ausgeführt werden. Zudem fördere die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) einbruchhemmende Maßnahmen mit einem Zuschuss.

Daneben spiele aber auch das richtige Verhalten eine Rolle: "Türe immer abschließen, auch wenn man nur kurz mal weg ist. Die Fenster bei Abwesenheit nicht gekippt lassen, denn ein gekipptes Fenster ist ein offenes Fenster und Schlüssel nicht im Außenbereich verstecken", zählt Wollinger auf.

Wer sein Haus oder seine Wohnung sichern möchte, kann sich von Christian Wollinger kostenlos beraten lassen. Er erstellt dann für das jeweilige Objekt eine Sicherheitsanalyse (Dauer: etwa eine Stunde). uso