Es roch nach frischer Farbe, die Sonne tat ihr Übriges: So hell hat die Pfarrkirche Sankt Kilian Pfarrweisach im Inneren schon lange nicht mehr gestrahlt, als dort am Sonntag bei Sonnenschein der erste Gottesdienst nach der Re-staurierung stattfand. Ein Jahr lang mussten die Katholiken warten, ehe sie wieder Gottesdienst darin feiern konnten.

Ehrenamtlicher Einsatz

Rund 1000 Stunden freiwilliger Arbeit hatte ein Team um Emil Barthelman in den vergangenen Monaten geleistet. Der Fußboden wurde erneuert, die Bankreihen wurden geteilt, so dass jetzt nach 50 Jahren wieder ein Mittelgang da ist, neue Lampen sind montiert worden, Bilder und Statuen wurden gereinigt, die Elektrik wurde neu verlegt, eine neue Heizung ist installiert, Wände, Decke und Deckengemälde wurden saniert.

In der Kirche und außen

Wegen der aktuellen Pandemie waren im Gotteshaus nur wenige Plätze reserviert und besetzt; draußen nahmen rund 30 Gläubige am Gottesdienst teil; über Lautsprecheranlage konnten sie die Worte von Dekan Stefan Gessner (Mürsbach) verfolgen. Zum Eröffnungslied "Ein Haus voll Glorie schauet" zog Gessner durch den neuen Mittelgang zum Altar. Er zeigte sich zufrieden und demütig, dass während der Sanierung kein Unfall passiert sei, und ging auf die aktuelle Situation ein: "Vor der Sanierung sah die Welt ganz anders aus", sagte er, "jetzt gibt es das Virus, das die Welt verändert hat." Und so wie das Virus die Welt verändert, werde sich die Kirche ändern, kündigte Gessner an - das werde auch die Diözese und die Pfarrei betreffen. "Ich wünsche uns hellwache Ohren für die Fragen der Zeit. Wenn uns das gelingt, dann ist diese Renovierung nicht umsonst - dann hat es einen Sinn."

Dank an die Helfer

Der Dekan dankte den Helfern für die freiwilligen Leistungen, der Kirchenverwaltung für das Betreuen der Arbeiten, der Diözese Würzburg und der politischen Gemeinde Pfarrweisach für die finanziellen Hilfen. An dem Gottesdienst nahmen Bürgermeister Markus Oppelt und sein Vorgänger Ralf Nowak teil, in dessen Amtszeit die meiste Zeit der Renovierung fiel.

Stephan Wohlfromm und Georg Reinwald von der Kirchenverwaltung überreichten nach der Eucharistiefeier zum Dank jeweils ein Buch über die Pfarrkirche an die Menschen, die maßgeblichen Anteil an der Sanierung hatten. So an Manfred Schamberger vom Diözesanbüro in Haßfurt, der auch nach seiner Versetzung in den Ruhestand ehrenamtlich mitgearbeitet habe; an Norbert Lehner vom Bauamt des Bischöflichen Ordinariats Würzburg ("es war sicher nicht leicht mit uns"); an Emil Barthelmann als "Boss" der Ehrenamtlichen, der unter anderem Material und Maschinen organisiert hatte, und an Kirchenpflegerin Inge Raithel, die die Telefonate "mit Würzburg" und den Handwerkern geführt habe. Der Dank der Pfarrgemeinde galt ferner Dekan Stefan Gessner, der "auf den fahrenden Zug aufgesprungen ist", nachdem Pater Michael Stutzig die Pfarrei verlassen musste.