Der Wildpark Schloss Tambach ist wieder geöffnet. Annette Gräfin zu Ortenburg freut sich, dass endlich wieder Besucher kommen dürfen - auch wenn die Bestimmungen zur Bekämpfung von Covid-19 den Besuchern die Einhaltung einiger Regeln abverlangen.

Änderungen sind jederzeit möglich

Welche Regeln das sind, das hängt, wie überall, von den Infektionszahlen ab. "Im Grunde muss ich täglich schauen, wie die Zahlen vom RKI aussehen", sagt Annette Gräfin zu Ortenburg. Denn zurzeit gelten unterschiedliche Bestimmungen, die sich am Inzidenzwert der vergangenen sieben Tage je 100 000 Einwohner orientieren. Unter 50, von 50 bis 100 und über 100 sind jeweils andere Lockerungen möglich - oder eben nicht. Dazu kommt, dass sich die Bestimmungen nicht nur zeitlich jederzeit ändern können. Sie gelten ja immer für die jeweilige Kreisfreie Stadt oder den Landkreis, können also auch räumlich alle paar Kilometer anders aussehen. "Unsere Gäste kommen ja nicht nur aus dem Coburger Land, sondern teilweise auch von weiter her", gibt Annette Gräfin zu Ortenburg zu bedenken. Viele kommen auch aus dem Nachbarbundesland Thüringen, wo die Regeln schon wieder anders sein können als in Bayern. Nicht alle haben inzwischen gelernt, dass es nötig ist, sich über die aktuellen Bestimmungen an einem möglichen Ausflugsziel vorab zu informieren.

Freitag kommen die aktuellen Regeln

Jeden Freitag gibt das Landratsamt bekannt, was für die kommende Woche ab Montag einzuhalten ist. Für die Planung im Wildpark muss Annette Gräfin zu Ortenburg so früh wie möglich wissen, welche Regeln den Besuchern an die Hand zu geben sind. Im Augenblick können diese ihr Ticket einfach wie immer an der Kasse kaufen. Wer gerade an Sonn- und Feiertagen Wartezeiten vermeiden möchte, kann auch online ein Ticket ordern, das dann nicht für einen bestimmten Tag gilt. Eine Begrenzung der Besucherzahlen gibt es nicht. "Unser Park ist mit 50 Hektar groß genug, um auf so eine Begrenzung zu verzichten", sagt Annette Gräfin zu Ortenburg.

Allerdings gelten für den Wildpark die gleichen Bestimmungen, die auch für die zoologischen Gärten erlassen wurden. Das bedeutet, dass bei allem Abstand, der auf 50 Hektar möglich ist, im Wildpark während des Aufenthalts Maskenpflicht gilt. Außerdem muss jeder Besucher registriert werden, um eine mögliche Nachverfolgung zu ermöglichen. "Ich kann nur an jeden appellieren, das auch ordnungsgemäß zu tun", sagt Gräfin zu Ortenburg. Schließlich geht es dabei auch um die Gesundheit der Mitarbeiter im Wildpark, die mit den Besuchern in Kontakt kommen.

Bald Tausende Blüten

Die Hauptsaison im Wildpark Schloss Tambach beginnt am kommenden Samstag. In den folgenden Wochen wartet dann eine spannende Zeit auf die Besucher. "Was jetzt schon bald kommt, das ist die Blüte der Narzissen", sagt Annette Gräfin zu Ortenburg. 50 000 bis 60 000 Blüten bringen dann Farbe in den Park. Vor allem die Kinderstube ist jedes Jahr der große Besuchermagnet. Die Lämmer, etwa der Vierhornschafe, gehören zu den ersten Jungtieren, die im Park zur Welt kommen. Dann geht es über alle Tierarten weiter ins Frühjahr hinein.

Gerade über die Osterfeiertage, wenn auch noch das Wetter mitspielt, ist der Wildpark ein beliebtes Ziel für Tagesausflüge. Es ist natürlich die große Hoffnung, dass dann der Inzidenzwert auch weiterhin Besuche zulässt - vielleicht sogar nach den Regeln für unter 50. Und mit jedem Tag in Richtung Sommer wird die Hoffnung auf etwas mehr Normalität immer größer.